Der Tierärztekammerpräsident rät zudem völlig davon ab, als Hundehalter einen Pitbull vorübergehend einer anderen Familie mit Kindern zu überlassen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1021029_image" /></div> <BR />„Pitbulls entstehen aus einer Zucht heraus und es gibt genetische Linien, die aggressiver sind und Linien, die feiner sind“, erklärt Dr. Hintner. „Es liegt dann in der Verantwortung des Tierhalters, wie diese Tiere gehalten und geführt werden.“ Wenn diese Tiere in falsche Hände geraten, dann könne die Aggression des Tieres noch potenziert werden. Und dies werde dann zum Problem.<h3> Enorme Kraft aufgrund der Kopf- und Kieferform</h3>Pitbulls seien nicht einfach in der Haltung. „Und sie haben ihre Defizite. Dann kann genau dies passieren (wie in Salerno, Anm. der Red.), auch wenn es selten ist“, sagt Hintner. Ein Pitbull habe eine enorme Kraft aufgrund seiner Kopf- und Kieferform. „Dementsprechend sind die Verletzungen groß und können – wie man auch in diesem Fall gesehen hat – tödlich sein“, sagt Hintner. Viele Jugendliche in Südtirol würden einen Pitbull „fast als Machtdemonstration halten“, berichtet der Tierärztekammerpräsident.<h3> Viel Zeit bei der Erziehung erforderlich</h3>Ein Pitbull brauche sehr viel Zeit bei der Erziehung. Wenn er dabei „in eine falsche Richtung“ erzogen werde, dann könne er auch angreifen. „Diese Hunde brauchen eine sehr rigorose Führung. Man muss aber auch sagen: Der Pitbull ist nicht per se gefährlich. Nicht jeder ist ein Raubtier oder ein potenzielles Mordinstrument. Da ist der Mensch mit schuld.“<h3> Für die Einführung eines Hundeführerscheins</h3>Auch bei Mischlingen könne es vorkommen, dass sie plötzlich zubeißen, aber im Unterschied zu einem Pitbull seien die Verletzungen, die diese Hunde verursachen, in der Regel kleiner. „Diese Tödlichkeit eines Pitbull haben Mischlinge nicht“, erklärt Hintner.<BR />Strikt abraten würde der Tierärztekammerpräsident auch davon, als Hundehalter einen Pitbull vorübergehend einer anderen Familie zu überlassen, und zwar besonders dann, wenn dort im Haushalt auch ein kleines Kind lebe.<BR />Die Tierärztekammer sei bereits seit langem für die Einführung eines so genannten Hundeführerscheins. Ein künftiger Hundehalter sollte über bestimmte Grundkenntnisse verfügen. Sonst bekämen Hundehalter immer wieder Probleme mit ihren Tieren und würden sich dann auch an die Tierärztekammer wenden. <BR /><BR />