Mittwoch, 09. Mai 2018

Tierärztin erhält 100.000 Euro an Entschädigung: Urteil bestätigt

Das Bozner Oberlandesgericht hat am Mittwoch einer Tierärztin, deren Arbeitsverhältnis nicht bestätigt wurde, das Recht zugestanden, eine Entschädigung für den nicht beanspruchten Urlaub, für die Abfertigung und Krankheit zu erhalten. Für den Sanitätsbetrieb ist dieses Urteil problematisch.

Das Oberlandesgericht hat am Mittwoch entschieden.
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Das Oberlandesgericht hat am Mittwoch entschieden.

Gegen das Urteil erster Instanz hatte der Südtiroler Sanitätsbetrieb Rekurs eingereicht. Auch wenn die Urteilsbegründung noch nicht veröffentlicht wurde, bemerkt der Sanitätsbetrieb, dass es sich nicht um ein abhängiges Dienstverhältnis gehandelt habe, sondern um einen autonomen Arbeitsvertrag und dass die Tierärztin folglich als Freiberuflerin kein Anrecht auf diese Entschädigung habe.

Diese Entscheidung zweiter Instanz, so der Sanitätsbetrieb in einer Aussendung, erschwere die Anwerbung von Fachpersonal, dank welcher die Krankenhausabteilungen trotz des akuten Ärztemangels funktionsfähig bleiben würden.

Generaldirektor Thomas Schael bedauert diese Entscheidung: „Die Mitarbeiter sind für die Ausübung ihrer Arbeit sehr gut bezahlt worden. Die Extrakosten, die nun entstehen, belasten die Steuerzahler ohne eine Verbesserung der Versorgung darzustellen“, so Schael. 

ansa/stol

stol