Montag, 9. Mai 2022

Tierquälerei: Kutscher und Kutschereibetrieb verurteilt

Der Inhaber eines Tiroler Kutschereibetriebes und ein Kutscher sind jetzt wegen Tierquälerei vom Oberlandesgericht Innsbruck (OLG) in zweiter Instanz rechtskräftig verurteilt worden. Die beiden Männer wurden angeklagt, nachdem im Jahr 2018 ein Video publik geworden war, das ein bei einer Kutschenfahrt völlig erschöpft zusammengebrochenes Pferd zeigt. Dieses musste schließlich getötet werden.

Für den Kutscher und den Betrieb gab es Geldstrafen. - Foto: © shutterstock

2 Pferde wurden mit Peitschenhieben angetrieben, um eine mit 19 Touristen besetzte Kutsche zu ziehen. Wie die „Tiroler Tageszeitung“ berichtete, war auch ein Vorfall Gegenstand der Verhandlung, der im Jahr 2015 geschah. Demnach mussten Pferde als Zugtiere eines Gladiatorenwagens mit stark blutendem Maul über einen Veranstaltungsparcours traben. Eine schlecht montierte Stange stieß den Pferden gegen die Nüstern.

Der Senatsvorsitzende des Oberlandesgerichtes, Werner Urbaner, benötigte laut „Tiroler Tageszeitung“ in dem Verfahren keine weiteren Gutachten mehr. „Im Video ist klar zu erkennen, dass das Tier völlig erschöpft war und vor der mit 19 Personen besetzten Kutsche per Peitschenhiebe weitergetrieben wurde“, sagte der Vorsitzende.

Die Strafe für den Kutscher wurde von 400 Euro in zur Hälfte bedingte 640 Euro umgewandelt, jene für den Inhaber von 4800 Euro in zur Hälfte bedingte 2880 Euro.

apa

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden