Wie genau es zu dem folgenschweren Unfall gekommen ist, ist nicht bekannt: Johann Damian war am Nachmittag gegen 16 Uhr bewusstlos gefunden worden, nachdem er zu Hause – im Zentrum von Tiers, etwa einen halben Kilometer oberhalb der Kirche – von einer Leiter gestürzt war. <BR /><BR />Ersthelfer der Bergrettung Tiers waren sofort zur Stelle. Doch weder sie noch die Notärztin, die an Bord des Rettungshubschraubers des Aiut Alpin Dolomites nach Tiers gelangte, konnten das Leben des 60-Jährigen retten. Er starb trotz Wiederbelebungsversuchen noch am Unfallort.<BR /><BR />Groß sind Schock und Fassungslosigkeit im Dorf. Johann Damian, den „Mesner Hons“, haben in Tiers alle gekannt. Damian war 33 Jahre lang Mitarbeiter der Gemeinde gewesen. Viele Jahre lang war er im Bauhof tätig und dort überall im Einsatz, wo Not am Mann war: Beim Schneeräumen, bei Bagger- oder Waldarbeiten – „Johann Damian war bei allem sehr geschickt“, sagt Bürgermeister Gernot Psenner. <BR /><BR />Jahrzehntelang blies Damian die Tuba in der Musikkapelle. „Er war immer positiv gestimmt, ein verlässlicher, pflichtbewusster Mensch“, sagt der Bürgermeister. <BR /><BR />Unlängst war Damian in den Ruhestand getreten. Die Feier zu seiner Pensionierung hatte coronabedingt mehrere Monate verschoben werden müssen und fand erst im vergangenen Dezember statt.<BR /><BR />Die Anteilnahme am Schmerz der Hinterbliebenen ist groß in Tiers: Johann Damian hinterlässt seine Frau und seine beiden erwachsenen Kinder. <BR /><BR />Besonders traurig: <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/unfall-bei-waldarbeiten-jede-hilfe-kam-zu-spaet" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Anfang des Jahres war Damians Schwager Valentin Werner 46-jährig bei Waldarbeiten tödlich verunglückt.</a> Für die Familie ist dies nun der zweite große Schicksalsschlag innerhalb weniger Monate.