Für eine dauerhafte Sperre seien Verbesserungsarbeiten nötig: Die gefährliche Bushaltestelle am Nigerpass müsste verlegt und ein Kreisverkehr geschaffen werden.<BR /><BR />Das mit dem Landesbeitrag für die neue Tierser Seilbahn verknüpfte Verkehrskonzept, nach dem Fertigbau der Bahn den motorisierten Verkehr auf der Straße ähnlich wie auf der Seiser Alm tagsüber zu drosseln, wurde nie umgesetzt. Mit dem jüngsten autofreien Sonntag wollten das Land und die Gemeinde Tiers ein Zeichen setzen. „Wir möchten unsere Hausaufgabe machen und haben auch für den 24. September einen weiteren autofreien Tag angemeldet“, sagt der Tierser Bürgermeister Gernot Psenner. <BR /><BR />Statt dröhnender Motorräder und langer Autokolonnen stand an der Nigerpassstraße eine Barriere, wo viele Auto- und Motorradfahrer umkehren mussten. „Ich war selbst bei der Sperre und habe gesehen, dass die Verkehrsteilnehmer sehr vernünftig reagiert haben“, sagt Psenner. Er habe auch von Bauern keine Proteste gehört. Bei einer Verkehrszählung vor 5 Jahren seien 1800 Autos ermittelt worden. Angesichts dieser Zahl hält Bürgermeister Psenner eine dauerhafte Sperre dank der Pendelseilbahn als realistisch.<h3> Viel Lob für Aktion</h3>„Natürlich müsste man das schon auf der Völser Straße beim Faust an der Abzweigung nach Tiers deutlich kommunizieren“, sagt Psenner. Zu verbessern sei allerdings die Busverbindung in Richtung Nigerpass; da gebe es bereits ein Projekt für eine Verlegung und einen neuen Wendeplatz. Der Bus Nummer 186 müsste eine bessere Wendemöglichkeit bekommen. <BR /><BR />Voll des Lobes über den autofreien Sonntag, zu dem sehr viele einheimische Familien mit Kinderwägen und Kinder mit Laufrädern kamen, ist Welschnofens Bürgermeister Markus Dejori: „Dieser Sonntag und ein nächster am 24. September sind erste wichtige Schritte zur Verkehrsberuhigung. Wir können wichtige Erfahrungen sammeln“, sagt Dejori. <BR /><BR />Sogar Regierungskommissär Vito Cusumano sei am Sonntag mit dem Fahrrad gekommen. Im nächsten Sommer ist angedacht, die Nigerpassstraße täglich oder an Sonntagen untertags autofrei zu halten. Vom Straßendienst wird derzeit ein Gehweg neben der Straße errichtet. Dejori wünscht sich, dass die Umweltverbände diese Bemühungen um den autofreien Tag wertschätzen, zumal i bei den Vorbereitungen sehr viele Freiwillige mitmachten. Es gebe Bemühungen, dass die neue Seilbahn mit dem Südtirolpass zu benützen ist.