Der Universitätsrat wählte den 1944 in Tirol geborenen Experimentalphysiker am Dienstagnachmittag einstimmig zum Nachfolger von Karlheinz Töchterle (ÖVP), der als Wissenschaftsminister nach Wien gewechselt war.Neben Toni Bernhart, der an der Universität der Künste in Berlin lehrt, hatte sich auch Dieter Jaksch, Physiker und tätig an der Universität Oxford, beworben."Hat sein Können bereits vielfach unter Beweis gestellt"„Mit Tilmann Märk hatten wir das Glück, eine Person wählen zu können, die ihr Können bereits vielfach unter Beweis gestellt hat“, lobte Universitätsrats-Vorsitzender Prof. Johannes Michael Rainer in einer Pressekonferenz zur Rektorswahl den designierten Rektor.Auch der Vorsitzende des Senats, Prof. Ivo Hajnal, zeigte sich erfreut über die Entscheidung des Universitätsrats: „Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung, Tilmann Märk wurde auch im Senat einstimmig mit einer Enthaltung gewählt. Der Findungsprozess war ein amikaler und transparenter Prozess, Universitätsrat und Senat haben hervorragend zusammengearbeitet.“Märk: Ein "überwältigender Moment"Die Amtszeit des neuen Rektors dauert vier Jahre. Märk sprach in einer ersten Reaktion von einem „überwältigenden Moment“. Er wird sein Amt am 1. März 2012 antreten.Lange Liste der HerausforderungenDen neuen Rektor und sein Team erwarten in den nächsten Monaten mehrere Herausforderungen: Die Finanzierung der Universitäten über 2012 hinaus ist weiterhin unklar und Verhandlungen mit dem Ministerium stehen an, außerdem gilt es, sich der möglichen Wiedervereinigung der Universität Innsbruck und der Medizinischen Universität Innsbruck zu stellen."Spitzenposition der Universität Innsbruck halten und ausbauen"Ein großer Punkt auf Tilmann Märks Liste ist neben der Sicherstellung der Finanzierung auch die Re-Adjustierung der neuen Bologna-Studienstruktur. „Ich stelle mich allen diesen Herausforderungen mit Zuversicht. Ziel ist, die Spitzenposition der Universität Innsbruck österreichweit und international zu halten und auszubauen“, betonte Märk in einer ersten Reaktion.Glückwünsche von Landeshauptmann DurnwalderIn einem Glückwunschschreiben gratuliert Landeshauptmann Luis Durnwalder dem neu ernannten Rektor der Universität Innsbruck. "Der große Vertrauensbeweis durch den Universitätsrat bestärkt Sie sicherlich bei Ihrer Aufgabe an der Spitze der Universität", schreibt Durnwalder."Sie sind seit Jahren als Vizerektor für Forschung an der Universität Innsbruck erfolgreich tätig und haben maßgeblich dazu beigetragen, dass unsere Studierenden mit einer gediegenen Ausbildung gut vorbereitet ihr weiteres Leben erfolgreich bewältigen können."Die Universität Innsbruck, so Durnwalder weiter, sei und bleibe auch in Zukunft ein fester Bezugspunkt Südtirols in der akademischen Ausbildung.Zur Person Tilmann MärkNach der Matura in Innsbruck studierte Märk Physik an der Universität Innsbruck. Sein Doktorat in Experimentalphysik erlangte er 1968, die Habilitation folgte 1976. Nach einer wissenschaftlichen Karriere im In- und Ausland und seiner Zeit als Vorstand des Instituts für Ionenphysik von 1993 bis 2005 wurde Märk 2003 zuerst unter Rektor Manfried Gantner Vizerektor für Forschung.Ab dem Jahr 2007 fungierte er als rechte Hand des früheren Rektors und jetzigen Wissenschaftsministers Karlheinz Töchterle. Seit Töchterles Angelobung im April 2011 leitete Märk die Universität Innsbruck geschäftsführend.stol/apa