Der See liegt auf etwa 2500 Metern über dem Meeresspiegel. Etwa 2 Stunden nach dem Riss entdeckte der Hirte der Timmelsalm die zerfleischten Schafe: ein ausgewachsenes Tier und ein Lamm. „Im Schnee waren auch die Spuren eines Bären deutlich zu sehen“, sagt Josef Pichler, der Obmann der Interessentschaft Gerichtsalmen Lazins und Timmels. <BR /><BR />Am Sonntag wurde in der Örtlichkeit Beil in Richtung Langtal ein weiteres gerissenes Schaf gefunden. Und gestern stieß der Hirte im Bereich des Großen Schwarzsees wieder auf 2 Schafe, die einem Bären zum Opfer gefallen sind. Zudem werden noch einige Tiere vermisst. „Wir gehen davon aus, dass noch weitere Schafe von dem Bären gerissen wurden“, betont Obmann Josef Pichler. „Insgesamt wurden heuer etwa 500 Schafe zur Sommerfrische auf die Timmelsalm gebracht, weil es dort bis jetzt keine Risse gegeben hat.“ Auch Hunderte Ziegen und Rinder sowie 40 Pferde weiden in dieser Gegend. <BR /><BR />Unter den Züchtern und Bauern herrsche große Aufregung. „Zu Recht haben sie Angst um ihre Schafe, einige möchten sie sogar wieder ins Tal bringen, andere sind auf den Barrikaden. Ich bin dabei, sie zu beruhigen, was aber nicht leicht ist“, sagt er. „Es ist schade, dass unsere Almwirtschaft dem Großraubwild geopfert wird. Das ist nicht nur meine Meinung, sondern aller Bauern.“ <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="910039_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Landesforstdirektor Günther Unterthiner bestätigte gestern die Risse: „Laut Rissbild und Spuren deutet alles auf einen Bären hin. Wir warten nun das Ergebnis der DNA-Analyse ab.“ Zu den Gerüchten, dass der Bär auf der Durchreise sei, meinte er: „Das ist schwierig zu sagen. In dieser Höhe ist mir bis jetzt kein anderer Bärenriss bekannt.“ Dabei verweist er darauf, dass es bis jetzt viel mehr Wolfs- als Bärenrisse gegeben habe. Klare Worte findet der Mooser Bürgermeister Gothard Gufler: „Es ist unumgänglich, das Großraubwild zu regulieren, damit unsere Bauern die Almen künftig noch bewirtschaften können.“