Samstag, 03. August 2019

Tirol sagt Danke mit Verdienstkreuz

Traditionsgemäß am 15. August werden 9 Südtiroler für ihren ehrenamtlichen Einsatz für Benachteiligte, Sport, Familie und Allgemeinheit ausgezeichnet. Das Tagblatt „Dolomiten“ stellt die Preisträger in seiner Wochenend-Ausgabe näher vor.

Das Verdienstkreuz  ist  – nach dem Ring des Landes Tirol  und dem Ehrenzeichen – die dritthöchste Auszeichnung, die das Land Tirol  zu vergeben hat. - Foto: DLife
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Das Verdienstkreuz ist – nach dem Ring des Landes Tirol und dem Ehrenzeichen – die dritthöchste Auszeichnung, die das Land Tirol zu vergeben hat. - Foto: DLife

Der Hochunserfrauentag naht und damit auch der Tag der Verleihung der Verdienstkreuze und Verdienstmedaillen des Landes Tirol. Heuer wird 5 Männern und 4 Frauen aus Südtirol für ihr langjähriges, ehrenamtliches Engagement für Land und Leute mit der dritthöchsten Auszeichnung des Landes gedankt.

In alphabetischer Reihenfolge sind dies: Reinhard Demetz, Karl Fink, Heinz Gutweniger, Regina Holzer, Fernanda Mattedi Tschager, Walter Mitterrutzner, Renate Mühlögger Tschager, Hiltraud Neuhauser Erschbamer und Johann Passler. 

Priester Reinhard Demetz, Jahrgang 1936, gilt als begabter Seelsorger, zuerst in der Jugendarbeit und danach in der Erwachsenenarbeit. Er hat die katholische Jugendarbeit in Südtirol aufgebaut, war Gründungsmitglied der SKJ, Schriftführer von Jugendzeitungen und Direktor von Radio Grüne Welle. Zudem war er von 1968 bis 2000 Direktor des Bildungshauses Lichtenburg in Nals und seit 2001 geistlicher Rektor des Bildungshauses. Zudem war er in der Seniorenarbeit und Krisenberatung tätig. Er gilt als Fachmann in Fragen zur Lebensorientierung und des Glaubens.

Karl Fink aus Bozen, Jahrgang 1942, wird um seine Verdienste für das Sozialwesen geehrt. Das Gründungsmitglied der SVP-Arbeitnehmer war lange Zeit im Landes- und Gemeindesozialausschuss aktiv, brachte sich im Landesschulrat ein und ist seit 45 Jahren Mitglied der Vinzenzgemeinschaft. Er betreut alte und arme Menschen im Altersheim und in deren Zuhause und war ein Viertel Jahrhundert lang Gefangenenbetreuer im Bozner Gefängnis.

Der Bozner Sportlehrer Heinz Gutweniger, Jahrgang 1943, hat sich um Südtirols Sport verdient gemacht. Der „Handballpapst“ wie er respektvoll genannt wird, war von 1969 bis 1994 Gründungspräsident und danach Präsident des Landeshandballverbandes. Seit 1993 ist er CONI-Landesverbandspräsident. 30 Jahre lang war er zudem Handballreferent im VSS.

Regina Holzer, Jahrgang 1941, aus Sexten wird für ihr soziales Engagement – vor allem für Familien – geehrt. Sie war jahrzehntelang für den Katholischen Familienverband KFS tätig – speziell als Leiterin des KFS Sexten. Sie war treibende Kraft hinter dem Pustertaler Familientag. Seit 1982 war die KFS-Bezirksleiterin mit 40 Zweigstellen und schließlich Vizepräsidentin im Zentralausschuss der KFS-Landesleitung. Zudem engagierte sie sich für das Haus der Familie am Ritten, für Frauen helfen Frauen sowie für das Haus der geschützten Wohnungen in Bozen.

Ebenfalls für ihre sozialen Verdienste – vor allem für den Verein für Kinderspielplätze und Erholung (VKE), wird Fernanda Mattedi Tschager, Jahrgang 1941, ausgezeichnet, dessen Mitbegründerin und erste Vorsitzende sie war. Ab 2010 war sie VKE-Landesvorsitzende, 9 Jahre lang war sie ehrenamtliche Richterin am Jugendgericht. Seit 2007 ist sie Sprecherin des Fachkreises Interkulturalität des Sozialsprengels Neumarkt und Verantwortliche des Projekts Hausaufgabenhilfe für Schüler mit Migrationshintergrund. Seit 2016 sitzt sie in der Steuerungsgruppe „Salurn macht’s vor“.

Der ehrenamtliche Einsatz des Brixners Walter Mitterrutzner, Jahrgang 1941, ist ein vielfältiger. Er war u.a. Gründungspräsident des Dachverbandes für Gesundheit und Soziales, stellte sich 15 Jahre in den Dienst des Südtiroler Kinderdorfs, seit 2004 als Obmann, war für die SVP tätig, war Präsident des Tourismusvereins Rodeneck, im Ausschuss der Musikkapelle Natz und Präsident des Kulturvereins Brixen. Zudem war Mitterrutzner Mitglied des Pfarrgemeinderates Natz-Schabs und Verwaltungsrat der Genossenschaft Efeu Brixen.

Renate Mühlögger Tschager, Jahrgang 1957, aus Bozen wird für ihre Verdienste um die Kinderkrebshilfe Peter Pan geehrt. Sie zählt zu den Gründungsmitgliedern und ist seit 1993 in diesem Verein aktiv, war Präsidentin von 2003 bis 2015 und arbeitet immer noch in der Hilfsorganisation mit.

Für ihr Engagement für Bäuerinnen und Landwirtschaft bekommt Hiltraud Neuhauser Erschbamer, Jahrgang 1957, das Verdienstkreuz. Sie war Ortsbäuerin-Stellvertreterin, Bezirksbäuerin-Stellvertreterin. und Landesbäuerin-Stellvertreterin und schließlich 8 Jahre lang Landesbäuerin. Zudem war sie u.a. im Verein Sortengarten Vielfalt, im Verein Arche Noah sowie in der Sozialgenossenschaft „Mit Bäuerinnen wachsen und leben“ aktiv.

Johann Passler, Jahrgang 1942, Ex-Bürgermeister von Niederdorf (1979-2010), ist bereits Träger der Verdienstmedaille des Landes Tirol. Für 60 Jahre Ehrenamt wird ihm nun das Verdienstkreuz zuteil. Er war Leiter der Musikkurse Oberwielenbach, ist seit 32 Jahren Vizepräsident des Fischereivereins Percha, Tourismusvereinspräsident von Percha, in der Landesleitung des Familienverbandes aktiv u.a. als Vizepräsident; zudem stand er dem Pfarrgemeinderat 24 Jahre lang vor, ist Ausschussmitglied des Vereins „Freunde der Eisenbahn“ seit 2007 und Autor mehrerer Bücher.

Unter den Verdienstkreuz-Trägern des Landes Tirol befindet sich auch Helmut Groschup. Der freie Mitarbeiter der „Dolomiten“-Kulturredaktion wurde von der Landesregierung des Bundeslandes Tirol für die Auszeichnung vorgeschlagen.

D

stol