Samstag, 15. August 2015

Tirol verlieh Auszeichnungen zum „Hohen Frauentag“

Mit einer Kranzniederlegung vor dem Andreas Hofer-Grab in der Hofkirche, einem Gottesdienst in der Jesuitenkirche und einem Festakt in der Hofburg hat Tirol am Samstag in Innsbruck den „Hohen Frauentag“ begangen, wie „Maria Himmelfahrt“ in Tirol genannt wird.

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Landeshauptmann Arno Kompatscher und Günther Platter, sein Nordtiroler Amtskollege, bekannten sich erneut zum „Europa der Regionen“.

Mit noch mehr Zusammenarbeit solle der gemeinsame Kulturraum unterstrichen werden, forderte Platter. Mit diesem „europäischen Weg“ sei die Grenze zu überwinden und vergessen zu machen, meinte Kompatscher, der sich zur Südtirol-Autonomie bekannte, durch die sein Land viel selbst organisieren und Verantwortung selbst in die Hand nehmen habe können.

Platter unterstrich den Einsatz der Freiwilligen in vielen Blaulichtorganisationen aber auch anderen Vereinen. Bei Ereignissen wie etwa der diesjährigen Hochwasserkatastrophe im Paznaun oder im Sellrain sei das wieder spürbar geworden. Auch bei den Auswirkungen der Migrationsbewegung würden viele Freiwillige mithelfen, um die Situation in den Griff bekommen zu können.

Verliehen wurden Verdienstmedaillen, Verdienstkreuze, Lebensrettungsmedaillen und Erbhofurkunden an Persönlichkeiten aus Nord-, Süd- und Osttirol. Der „Hohe Frauentag“ geht als Feiertag auf den Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer zurück. Er hatte das Land Tirol im Zuge des Befreiungskampfes gegen Franzosen und Bayern 1809 der „Heiligen Jungfrau Maria“ anvertraut. Begangen wird der „Hohe Frauentag“ in Tirol seit 1959.

Die Verleihung von Orden hat in Tirol lange Tradition und erfolgt nach strengen Regeln. Die höchste Auszeichnung ist der Ring des Landes. Die Ehrenzeichen werden am 20. Februar, dem Todestag Andreas Hofers, vergeben, Verdienstmedaillen am „Hohen Frauentag“.

Am Nationalfeiertag folgen die Adlerorden, mit denen auch nicht aus Tirol stammende Persönlichkeiten geehrt werden.

apa

stol