Hauptbetroffen war einmal mehr der Bezirk Reutte mit der Transitroute am Fernpass. Dort versuchten über 173.400 Fahrzeuge, dem Stau zu entgehen, und wurden daraufhin wieder zurückgeschickt, hieß es am Mittwoch. Eine Hoffnung auf Besserung setzt die ÖVP/SPÖ-Landesregierung in das jüngst verabschiedete IVS-Gesetz.<BR /><BR />Mit dem Intelligente-Verkehrssysteme-Gesetz (IVS), das im Februar vom österreichischen Nationalrat beschlossen worden war, werden Anbieter von Navigationssystemen nun erstmals verpflichtet, die Abfahrverbote anzuzeigen. „Wir haben uns von Tirol aus dafür stark gemacht, dass die Abfahrverbote in den Navi-Systemen angezeigt und Ausweichrouten nicht mehr aufscheinen werden“, sagte Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) in einer Aussendung. Dies sei ein „Erfolg für die Sicherheit in Tirol“.<h3> Auswirkungen von IVS-Gesetz wohl im Sommer sichtbar</h3>„Die Erfahrungen aus mittlerweile acht Jahren Fahrverboten auf dem niederrangigen Straßennetz in Tirol zeigen, dass viele Durchreisende aus Unwissenheit oft blindlings auf Gemeindestraßen, manchmal sogar Forstwegen oder Langlaufloipen landen“, schilderte Verkehrslandesrat René Zumtobel (SPÖ) den Status quo. <BR /><BR />Mit der Neuerung könne dies verhindert und die Versorgungssicherheit in den Gemeinden gewährleistet werden. Wie rasch das IVS-Gesetz von den Navi-Anbietern in die Praxis umgesetzt und Änderungen spürbar werden, werde der kommende Sommer zeigen. Die Fahrverbote für den Sommer werden „in wenigen Wochen in Kraft treten“, hieß es.<BR /><BR />Die Kontrollen der Abfahrverbote wurden in den vergangenen Jahren laufend verstärkt. Im vergangenen Winter wurden dafür 550.000 Euro in die Hand genommen. Neben dem Bezirk Reutte war auch der Bezirk Kufstein mit 157.100 zurückgewiesenen Fahrzeugen stark betroffen, gefolgt vom Bezirk Schwaz mit 45.300.