Ihnen war vorgeworfen worden, einem Raser aus Südtirol 300 Euro abgenommen zu haben, meldet die Online-Ausgabe der Tiroler Tageszeitung. Bei einer Verkehrskontrolle hatte der 48-jährige Polizist am 21. März einen Südtiroler bei einer Geschwindigkeitsübertretung von 60 km/h erwischt. Anstatt ihn anzuzeigen und eine Sicherheitsleistung einzuheben, forderte er von dem Mann Geld, der ihm 300 Euro aushändigte, so die TT-Onlineausgabe.Da dem Südtiroler dieses Verhalten seltsam vorkam, erstattete er Anzeige bei den Carabinieri. Über die Staatsanwaltschaft Bozen ging der Fall an das Tiroler LKA.Nach mehreren Einvernahmen und massiven Versuchen, seinen jüngeren Kollegen zu falschen Angaben zu überreden, gestand der Polizist heute vor Gericht. Mit Jahresende wird er nun aus dem Staatsdienst entlassen. Zudem verurteilte ihn der Richter zu acht Monaten unbedingter Haft wegen der angeklagten Delikte. Der 48-Jährige war aber bereits einmal wegen Amtsmissbrauchs zu vier Monaten Haft verurteilt worden, nun widerrief der Richter auch diese Haftstrafe. Der Polizist muss nun für ein Jahr ins Gefängnis.Über den 28-Jährigen verhängte der Richter eine Geldstrafe in der Höhe von 9000 Euro. Beide Urteile sind laut TT-Onlineausgabe nicht rechtskräftig.