Die aus Galtür stammende Kathrein ist die erste Frau, die in 41 Jahren den Preis erhält. Sie wird bei einer feierlichen Zeremonie für ihr heldenhaftes Verhalten bei der Lawinenkatastrophe von Galtür 1999 eine Silberplakette entgegennehmen.An der Zeremonie werden auch der Galtürer Bürgermeister Anton Mattle und eine Delegation der Tiroler und des österreichischen Bergrettungsdiensts anwesend sein, teilten die Organisatoren der APA mit.Die Preisverleihung wird von einem Rahmenprogramm begleitet, das schon an den vorhergehenden Tagen beginnt. Kathrein wird Schülern über ihre Erfahrung in Galtür und den Einsatz mit Lawinenhunden berichten.Lawine von Galtür 1999: Kathrein zog mit Lawinenhund losDie Lawine von Galtür forderte insgesamt 31 Menschenopfer. Kathrein, ein fünffache Mutter, nahm ihrem Lawinenhund Heiko und zog auf der Suche nach Verschütteten los.Dabei konnte sie zwei Menschen das Leben retten, mindestens sieben wurden dank Heikos Einsatzes tot geborgen.Der Preis war in den vergangenen Jahren bereits den Österreichern Rudl Steinlechner und Sepp Lederer verliehen worden.Kathrein: Preis ist „eine große Überraschung“„Die Nachricht, dass man mir den Preis verleihen wird, war für mich eine große Überraschung. Es sind inzwischen 13 Jahre vergangen. Die Bilder dieser Katastrophe sind immer noch vor meinen Augen, vor allem jene der Kinder, die ausgegraben wurden“, sagt Kathrein, die jetzt in Haiming lebt.In Pinzolo wird am 22. September auch eine goldene Medaille an Familienangehörigen von Menschen vergeben, die bei einem Bergeinsatz zur Rettung von Personen in Not das Leben verloren haben.Die Medaille wird zu Ehren des 1990 gestorbenen Grottenforschers Massimiliano Puntar verliehen, der im Alter von 22 Jahren bei der Rettung eines Kameraden auf der slowenischen Seite des Bergs Canin gestorben war.„Solidarität überwindet alle Grenzen. Auf diese Prämissen beruft sich die alpine Bergrettung und bezeugt wieder einmal, wie das Gebirge mehr eint als trennt“, betonten die Organisatoren des Preises. apa