Norbert Patt, CEO der Titlis-Bahnen, bestätigte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen entsprechenden Bericht der „Sonntagszeitung“.<BR />Die Seilbahnherstellerin Garaventa habe ihre Kunden im Jahr 2022 über die Möglichkeit einer Nachrüstung informiert. <BR /><BR />Die Titlis-Bahnen hätten jedoch kein Angebot für eine Umrüstung eingeholt. Konkret wäre ein Aufsatz an der Klemme vorgesehen gewesen, der die Gondeln am Seil festhält. „Es war jedoch keine zwingende sicherheitsrelevante Aufforderung zur Nachrüstung“, sagte Patt zu Keystone-SDA. <BR /><BR />„Ich kann Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, was der Grund war, dass wir auf die Einholung eines Angebotes im Jahr 2022 verzichteten haben“, so Patt weiter. Die Informationen der Herstellerin hätten aber keinen Bezug zu einem Unfall enthalten. Der Titlis ist ein 3.238 Meter hoher Berg in der Zentralschweiz.<h3> Gondel durch Windböe abgestürzt</h3>Am Mittwoch war eine Gondel des „Titlis Xpress“ abgestürzt. Sie überschlug sich mehrmals. Die einzige Insassin, eine 61-jährige Frau aus der Region, kam ums Leben. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschten starke und böige Winde. Garaventa hatte die 2015 in Betrieb genommene Seilbahn zwischen Trübsee auf 1.800 Meter und Stand auf 2.430 Meter auf der Strecke Engelberg-Titlis gebaut. <BR /><BR />Laut Garaventa verursachte eine „unerwartet kräftige Böe“ das Unglück. Die Gondel sei dadurch so stark ausgelenkt worden, dass sie mit einem Masten kollidiert sei und vom Seil gerissen wurde, erklärte Garaventa-CEO Arno Inauen. Die bisherigen Überprüfungen hätten gezeigt, dass sich die Anlage zum Unfallzeitpunkt in einem technisch einwandfreien Zustand befunden habe, hieß es.