Dienstag, 20. Februar 2018

Toblacher See: Entschlammung abgeschlossen

Unter Aufsicht des Biologischen Labors der Umweltagentur wurden am Toblacher See über 8 Jahre, von 2010 bis 2017, Entschlammungsarbeiten durchgeführt. Nun wurden sie fertiggestellt.

Die Entschlammungsarbeiten am Toblacher See wurden fertiggestellt. - Foto: lpa
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Die Entschlammungsarbeiten am Toblacher See wurden fertiggestellt. - Foto: lpa

Die Qualität der wichtigsten Südtiroler Seen und Badeseen anhand chemischer und biologischer Untersuchungen zu prüfen, gehören zu den wichtigen Aufgaben des Biologischen Labors der Landesumweltagentur.

Bei antretenden Problemen werden Maßnahmen ergriffen, wie zum Beispiel die derzeitige Sauerstoffanreicherung am Kleinen Montiggler See.

Arbeiten am Toblacher See

Am Toblacher See war bereits in den 1980er Jahren Sediment in verschiedenen Zonen des Sees entnommen worden. „Der See ist seit jeher stark der Verlandung ausgesetzt“, berichtet die Leiterin des Biologischen Landeslabors, Alberta Stenico, „einerseits durch das mitgeführte Material der Zuflüsse, andererseits aufgrund des starken Wachstums der Wasserpflanzen, die nach ihrem Absterben am Gewässergrund eine wachsende, nährstoffreiche Schlammschicht bilden.“

„Durch die Sedimententfernung bleiben die offene Wasserfläche des Toblacher Sees mit seiner biologischen Vielfalt erhalten und verschiedenste Nutzungen möglich. Gleichzeitig werden mit der Entschlammung dem See überschüssige Nährstoffe entnommen, um einer Eutrophierung, also einer Überdüngung, entgegenzuwirken“, betont Alberta Stenico.

Im vergangenen Herbst konnten die Arbeiten – durchgeführt vom Biologischen Landeslabor in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Naturparke, dem Forstinspektorat Welsberg und der Gemeinde Toblach – schließlich beendet werden. 

Insgesamt sind in den 8 Jahren mehr als 20.000 Kubikmeter Schlamm aus dem See entfernt worden.

stol/lpa

stol