Mittwoch, 27. Dezember 2017

Tochter bis zu Erfrierungstod jahrelang eingesperrt

Ein japanisches Ehepaar ist Medienberichten zufolge festgenommen worden, nachdem es seine Tochter vermutlich 15 Jahre lang eingesperrt hatte und erfrieren ließ. Die Eltern gestanden laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo vom Mittwoch, ihre Tochter als Jugendliche eingesperrt zu haben. Die 33-Jährige wog bei ihrem Tod in diesem Monat nur noch 19 Kilogramm.

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Dem Bericht zufolge war die Tochter 16 oder 17 Jahre alt, als ihre Eltern sie in einen kleinen Raum sperrten. Laut einem Bericht des japanischen Senders NHK sagten die in der Stadt Osaka lebenden Eheleute der Polizei, sie hätten Airi wegen einer psychischen Erkrankung eingesperrt. Sie sei gewalttätig gewesen.

Mithilfe einer Sprechanlage hätten sie weiterhin mit ihr kommunizieren können, sagten die Eltern demnach. Auch habe sie etwa einmal am Tag etwas zu Essen bekommen. Einem Bericht der Zeitung „Yomiuri Shimbun” zufolge installierte das Ehepaar mehr als zehn Überwachungskameras rund um sein Haus - vermutlich, um das Gefängnis der Tochter vor der Außenwelt geheimzuhalten.

Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, der 55-Jährige und seine 53-jährige Frau seien zunächst der illegalen Entsorgung von Airis Leiche beschuldigt worden. Aber auch andere Anklagepunkte, etwa wegen des Einsperrens der Tochter, würden erwogen.

apa/ag.

stol