Eine 53-jährige Frau aus Venetien hatte laut Aussendung der Carabinieri einen perfiden Plan ausgeheckt, um eine ehemalige Kollegin aus Gröden zu täuschen. <BR /><BR />Die beiden Frauen hatten früher gemeinsam in einem Hotel in Südtirol gearbeitet. Zwischen Februar und März 2026 brachte die Beschuldigte ihr Opfer durch geschickte Täuschungen über Messaging-Dienste dazu zu glauben, ihre schwangere Tochter liege in einer Schweizer Klinik im Sterben.<BR /><BR />Um die Geschichte glaubwürdiger zu machen, behauptete die Täterin, sie könne die enormen Behandlungskosten von täglich 1.700 Euro nicht aufbringen. Die ehemalige Kollegin ließ sich von Mitgefühl leiten und überwies daraufhin mehrfach Geldbeträge.<BR /><BR />Der Betrug erreichte seinen Höhepunkt, als die Betrügerin den angeblichen Tod ihrer Tochter mitteilte. Gleichzeitig behauptete sie, die neugeborene Enkelin habe überlebt, und bat erneut um Geld, um die Krankenhauskosten zu begleichen.<h3> KI-Bilder der Beerdigung verschickt</h3>Um ihre Geschichte zu untermauern, verschickte die Betrügerin gefälschtes Bildmaterial: Fotos des angeblichen Babys stellten sich als aus dem Internet heruntergeladene Bilder von Frühgeborenen heraus. Die Bilder der Beerdigung wurden mithilfe von Künstlicher Intelligenz manipuliert und basierten auf echten Aufnahmen einer älteren Trauerfeier.<BR /><BR />Das Lügengebilde begann erst zu zerbrechen, als ein Angehöriger des Opfers misstrauisch wurde und eine Internetrecherche durchführte. Dabei erkannte er, dass das Bildmaterial gefälscht war.<BR /><BR />Nach Eingang der Anzeige nahmen die Carabinieri umgehend die Ermittlungen auf. Unter anderem über Bankanfragen, konnten sie die Geldflüsse nachvollziehen und die Kontoinhaberin identifizieren.<BR />Es stellte sich heraus, dass der Schaden insgesamt 1.550 Euro beträgt, die der Südtirolerin entzogen worden waren. <BR /><BR />Mit den eindeutigen Beweisen konfrontiert, gab die Verdächtige schließlich zu, dass ihre Geschichte frei erfunden war und einzig dem Zweck diente, an Geld zu kommen.<BR /><BR />Die Betrügerin wurde bei der Staatsanwaltschaft Bozen wegen Betrugs angezeigt.