Dabei handelt es sich um Ayahuasca und bei sieben von 16 Teilnehmern auch Kokain.<BR /><BR />Gefunden hatte die Substanzen der toxikologische Gutachter der Staatsanwaltschaft Treviso, Riccardo Addobbati, mittels einer Haaranalyse, auf die Stefano Tigani, der Rechtsanwalt der Hinterbliebenen von Alex Marangon, gepocht hatte.<BR /><BR />Alex Marangon stammte aus Venetien, war aber auch in Südtirol bekannt, nachdem er mehrere Sommersaisonen in Kaltern gearbeitet hatte. Der 25-Jährige hatte an einem schamanischen „Reinigungsritual“ in der Abtei Santa Bona in Vidor (Provinz Treviso) teilgenommen. Andere Teilnehmer hatten in der Folge angegeben, dass er sich von der feiernden Gruppe entfernt hatte und nicht mehr zurückgekehrt sei. Gefunden werden konnte sein Leichnam erst am 2. Juli 2024 im Piave. Die Ermittler nehmen an, dass der junge Mann rund 15 Meter tief in den Tod gestürzt sein könnte – möglicherweise infolge von Halluzinationen nach der Einnahme berauschender Substanzen. Die Familie befürchtet Schlimmeres – nämlich, dass Alex Marangon angegriffen und der „Sturz“ nur inszeniert worden sein könnte.<BR /><BR />Die Staatsanwaltschaft Treviso ermittelt gegen fünf Personen: Andrea Zuin (48) und seine Lebensgefährtin Tatiana Marchetto (40), die die Veranstaltung organisiert haben sollen, Alexandra Da Sacco (42), die Ehefrau des Besitzers der Abtei, sowie die beiden kolumbianischen Staatsbürger Sebastian Castillo (28) und Jhonny Benavides (39). Sie gelten derzeit als unauffindbar und sollen als sogenannte „Curanderos“ (Heiler) das Ritual geleitet haben. Der Verdacht lautet auf Tod als Folge einer anderen Straftat – nämlich die Weitergabe von Drogen.<BR /><BR />Zuin war einer derjenigen gewesen, die beteuert hatten, dass keine Rauschmittel im Spiel gewesen seien. Dass der Gutachter nun bei 16 von 17 Teilnehmern den Konsum von Ayahuasca – ein halluzinogener Trank aus dem Amazonasgebiet, der in Italien verboten ist – nachgewiesen hat und bei sieben Teilnehmern auch Kokain, dürfte für die Ermittler wohl einige Aussagen in neuem Licht erscheinen lassen.