<BR /><BR />Mit den Ermittlungen soll geklärt werden, ob Personen über Tappeiners Zustand bzw. die gefährliche Situation, in die er sich begab, bescheid gewusst haben könnten und ihr Eingreifen vielleicht die tragischen Folgen hätte verhindern können. <BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1215153_image" /></div> <BR /><h3> 1,69 Gramm pro Liter Alkohol im Blut </h3> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/geisterfahrerunfall-auf-der-a22-ermittlungen-sollen-eingestellt-werden" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Wie berichtet,</a> soll Tappeiner laut toxikologischem Gutachten mit einem Alkoholwert im Blut, der drei Mal über der zugelassenen Grenze liegt (1,69 Gramm pro Liter), in den frühen Morgenstunden des vergangenen 15. Juni als Geisterfahrer in Bozen Süd auf die Südspur der Brennerautobahn eingefahren sein.<BR /><BR /><BR />Dabei kam es zu einem Frontalcrash mit einem anderen Auto, in dem eine fünfköpfige Familie aus Vahrn saß. Tappeiner überlebte den Frontalcrash nicht, die Personen im anderen Fahrzeug, darunter drei Kinder, wurden zum Teil schwer verletzt.<BR /><BR />Das Ergebnis wäre Grund für ein Verfahren wegen schwerer Körperverletzung im Straßenverkehr, allerdings gilt die Tat als erloschen, weil der mutmaßliche Täter gestorben ist. <BR /><h3> Wer strafbare Handlung nicht verhindert, macht sich strafbar </h3> Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Ermittlungen eingestellt werden – und wie nun durchsickerte, wurden die weitergeführt. Dabei dürften die Ermittler zum Schluss gekommen sein, dass Dritte womöglich die Tragödie durch ihr Eingreifen hätten verhindern können. Bezug genommen wird dabei auf Artikel 40 des italienischen Strafgesetzbuches, wonach jemand, der es unterlässt zu verhindern, dass eine potenziell strafbare Handlung von anderen Personen begangen wird, sich selbst strafbar macht. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1215156_image" /></div> <BR /><BR />Unklar bleibt, um wen es sich bei den beiden Personen, deren Namen nun im Ermittlungsregister stehen, handeln könnte. Im Bericht der italienischen Tageszeitung wird vermutet, dass nicht die Freunde von Tappeiner ins Visier der Ermittler geraten sein sollen, sondern dass es sich um Beamte handeln könnte, die an jenem Morgen die Aufgabe hatten, die Autobahn bzw. dei Ein- und Ausfahrt bei Bozen Süd zu überwachen. <BR /><BR />Offenbar soll Tappeiner nämlich mit seinem Audi A3 eine Schranke durchbrochen haben, um bereits über die Ausfahrtsrampe der A22-Südspur als Geisterfahrer auf die Autobahn zu gelangen.