„Serratia marcescens“ heißt das Bakterium, das für den Tod von zwei kleinen Frühchen verantwortlich sein soll. Sie waren im August 2025 auf der Neugeborenen-Intensivstation am Bozner Krankenhaus infolge einer Infektion mit dem Erreger gestorben. Dies soll aus den Voruntersuchungen hervorgehen, welche mehrere Sachverständige im Auftrag der Bozner Staatsanwaltschaft durchgeführt haben. <h3> Wer ins Ermittlungsregister eingetragen wurde</h3>Warum die Babys in Kontakt mit dem Bakterium kamen, sickerte hingegen nicht durch. Ersten Erkenntnissen zufolge befand es sich im Aufsatz eines Spülmitteldispensers, der zum Vorspülen von Babyfläschchen verwendet worden sein soll. <BR /><BR />Wie gestern bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Bozen inzwischen die Namen von acht Personen in das Ermittlungsregister eingetragen. Dabei soll es sich um medizinisches Personal und Führungskräfte des Krankenhauses Bozen handeln. Ihnen wird fahrlässige Tötung im medizinischen Bereich vorgeworfen (Art. 589, 590 sexies StGB). <h3> Was der Anwalt der Familien sagt</h3>Als nächster Schritt sollen die Leichname der Frühchen obduziert werden. Kommenden Mittwoch soll darüber entschieden werden, noch am gleichen Tag könnte die Autopsie durchgeführt werden. Die acht Beschuldigten sowie die Eltern der Frühchen können ebenfalls eigene Sachverständige ernennen, die dann der Autopsie beiwohnen.<BR /><BR />„Die Eltern haben Vertrauen in die Arbeit der Justiz und der Staatsanwaltschaft. Ihre einzige Priorität ist es nun, ihre Kinder zurückzubekommen“, sagte gestern Rechtsanwalt Ernest Cuccarollo, der gemeinsam mit Rechtsanwalt Nicola Nettis die beiden betroffenen Familien vertritt.