Wie berichtet, hatten die behandelnden Ärzte am Brunecker Krankenhaus nach dem plötzlichen Tod des kleinen Ayoub am Mittwochnachmittag eine Obduktion des Leichnams angefordert. Gestern wurde sie durchgeführt, die Ergebnisse stehen aber noch aus. Die von manchen Medien in Umlauf gebrachte Nachricht, Ayoub sei an einer fulminanten Lungenentzündung und/oder an einer bereits länger währenden Erkrankung verstorben, wollten die Verantwortlichen des Sanitätsbetriebes in Bruneck nicht bestätigen. Man wisse noch nichts Genaues und müsse die endgültigen Ergebnisse der Untersuchungen abwarten. Vorher könne man nichts sagen, hieß es aus der Pressestelle des Krankenhauses.<BR /><BR />Keine Bestätigung gibt es auch für das Gerücht, das gestern im Pustertal die Runde gemacht hat, der kleine Ayoub sei beim Eislaufen in der Intercable Arena schwer gestürzt. Dabei habe er sich möglicherweise eine Verletzung zugezogen, die daraufhin zum Tod geführt haben könnte. Gerüchte kommentiere man nicht, hieß es vom Sanitätsbetrieb.<BR /><BR />Auch die Carabinieri der Brunecker Kompanie konnten keine Angaben zur Todesursache machen. Bisher gehe man von einem natürlichen Tod aus und es werde auch nicht behördlich ermittelt, erklärten die Beamten.<h3> Sehr kritischer Zustand</h3>So bleibt bis dato einzig bestätigt, dass der Bub am Mittwoch nach der Rückkehr vom Eislaufen in Bruneck beim Turnunterricht in der Uttenheimer Schule über Schwindel klagte, sich hinsetzte und dann plötzlich zusammenbrach. Als die Rettung kurz nach 13 Uhr eintraf, soll sich der Bub bereits in einem sehr kritischen Zustand befunden haben. Der Notarzt vor Ort und auch die Mediziner anschließend im Brunecker Krankenhaus unternahmen alles, um das junge Leben zu retten. Vergebens. Ayoub starb kurz nach seiner Einlieferung. Die Todesursache bleibt ein Rätsel. Um den Schulkindern, den Lehrpersonen und auch der Familie beizustehen, wurden gleichzeitig mit dem medizinischen Einsatz Notfallseelsorger und Notfallpsychologen angefordert, die kurz nach dem Abtransport des Buben in Uttenheim eintrafen. Sie kümmerten sich zusammen mit dem Care-Team der Schule um die Betroffenen und werden sie auch weiterhin begleiten.<BR /><BR />Die Schulgemeinschaft stehe nach wie vor unter großem Schock, sagt Direktor Stefan Keim auf Anfrage der „Dolomiten“. Kindern und Lehrpersonen werde so gut wie möglich beigestanden. „Gleichzeitig sind wir bemüht, zur Normalität zurückzukehren, obgleich das natürlich nicht einfach ist“, meint der Direktor. Das gebe Kindern und Erwachsenen Sicherheit, die verlorengegangen sei.<BR /><BR />Viel Mitgefühl erlebt Keim im gesamten Schulsprengel. Besonders groß sei die Anteilnahme von Lehrpersonen und Mitschülern in der Brunecker Mittelschule Röd, wo Ayoubs nächstälterer Bruder heuer die 1. Klasse besucht. „Alle sind tief betroffen und drücken der Familie ihr Beileid aus.“