Samstag, 03. Januar 2015

Todesfahrt im Eiskanal: Männer verunglücken mit Kinderschlitten

Drei Männer rasen verbotenerweise nachts mit Rodeln durch den Kanal von Winterberg im Sauerland und prallen am Ende der Strecke auf einen dort abgestellten Mini-Traktor.

Wenn Personen sich nachts unerlaubterweise Zugang verschaffen, nützen auch die Kameras im Kontrollzentrum des Eiskanals von Winterberg nichts. (Foto: dpa/Bernd F. Meier)
Wenn Personen sich nachts unerlaubterweise Zugang verschaffen, nützen auch die Kameras im Kontrollzentrum des Eiskanals von Winterberg nichts. (Foto: dpa/Bernd F. Meier)

Eine nächtliche Schlittenfahrt im Eiskanal ist für drei junge Männer im Sauerland zur Katastrophe geworden. Einer von ihnen starb und zwei verletzten sich schwer, als ihre Kinderschlitten am Ende der Bobbahn gegen einen Mini-Traktor prallten.

Gegen 4.00 Uhr nachts hatte ein Zeuge am Samstag Hilferufe aus der Bahn in Winterberg gehört und die Rettung verständigt, wie die Polizei in Meschede mitteilte.

Die drei 25, 26 und 29 Jahre alten Männer aus Hamm waren der Polizei zufolge mit Rodeln durch die Bobbahn gefahren. Im Zieleinlauf prallten sie auf den dort abgestellten Mini-Traktor, der zum Aufbereiten der Eisflächen genutzt wird.

Für den 25-Jährigen kam jede Hilfe zu spät, seine beiden Begleiter wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus und eine Unfallklinik gebracht. Die Staatsanwaltschaft aus Arnsberg hat nach Auskunft der Polizei die Ermittlungen zum Hergang übernommen.

Vermutlich waren die aus Hamm angereisten Männer für ihre Tour durch den Eiskanal über den Zaun zum Bobbahn-Gelände geklettert. Nach ersten Informationen waren sie am oberen Ende in die 1,6 Kilometer lange Eisbahn eingestiegen, nachdem ein vierter Mann sie mit dem Auto dort abgesetzt hatte.

Profi-Fahrer erreichen auf der Bahn Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde. Wie schnell die Unfallfahrer unterwegs waren, muss noch ermittelt werden.

apa/dpa

stol