Die Freunde und Kollegen von Aaron Engl bezweifeln, dass eine „Challenge“ die Ursache des Unfalls war. Sie wurden von den Ermittlern ausführlich befragt und sollen gesagt haben, dass Aaron Engl sich niemals für ein triviales Video in eine solche Situation begeben hätte.<BR /><BR /> Entsprechende Gerüchte hatten in den vergangenen Tagen in Terenten die Runde gemacht. Es war gemutmaßt worden, dass Engl bei einem Unfall im Rahmen eines Geschicklichkeitswettbewerbs tödlich verletzt worden sei. Derartige „Challenges“ werden weltweit immer wieder gemacht und die entsprechenden Videos ins Internet gestellt. In diesen ist z. B. zu sehen, welcher Waldarbeiter am schnellsten einen Baum zersägt oder entastet.<h3> Freunde werden noch einmal angehört</h3>Auch die von den Carabinieri ausgewerteten Überwachungsvideos des Nachbarhauses hätten zu nichts geführt. Nachdem ein Mord ausgeschlossen werden konnte, ist es wahrscheinlich, dass die Menschen, die dem Verstorbenen nahe standen, und insbesondere die Freunde, die am Abend mit ihm waren, noch einmal angehört werden, um bestimmte Dynamiken besser zu verstehen. <BR /><BR />Bislang weisen die Untersuchungen keine besonderen Ungereimtheiten auf, die Ermittlungen laufen weiter. Es bleibt abzuklären, warum ein junger Mann nach einer Party mit seinem Arbeitsfahrzeug am frühen Morgen auf eine Alm fuhr. Dort wurde er einige Stunden später tot aufgefunden – mit schweren Verletzungen, die durch eine neben der Leiche gefundene Motorsäge verursacht worden sind. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1067850_image" /></div> <BR /><BR />Nach Ansicht der Ermittler ist zum jetzigen Zeitpunkt die einzige plausible Erklärung dafür ein „Tod durch eigenes Handeln“. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. <BR /><BR />Kann aber ein einziger Schnitt der Motorsäge eine solch tiefe Wunde verursachen? Wie plausibel ist es, dass die Motorsäge anderthalb Meter von der Leiche entfernt auf abschüssigem Gelände lag? Biologische Spuren, die vor Ort gesichert worden sind, stammen nur von Aaron Engl. Dies reicht jedoch nicht aus, um die Anwesenheit einer dritten Person mit Sicherheit auszuschließen. <BR /><BR />Über diese Punkte könnte die kriminaltechnische Untersuchung an Aaron Engls Geländewagen, die die Forensiker des RIS aus Parma durchgeführt haben, Aufschluss geben. Neben dem Auto wird auch die zweite Motorsäge, die darin gefunden wurde, untersucht.