Montag, 13. Juni 2016

Todessturz von Plattform: Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Bozner Staatsanwaltschaft will klären, ob jemand zur Rechenschaft gezogen werden kann für den tragischen Tod von Maria Kirchler aus Weißenbach. Die 53-Jährige hat am Sonntag in der Nähe ihres Heimatortes ihr Leben verloren, weil eine hölzerne Aussichtsplattform weggebrochen ist und die Frau mit in die Tiefe gerissen hat.

Die Aussichtsplattform bei Weißenbach war weggebrochen und zu Tal gestürzt.
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Die Aussichtsplattform bei Weißenbach war weggebrochen und zu Tal gestürzt.

Gemeinsam mir ihrem Lebensgefährten war Maria Kirchler am Sonntag zu einer gemütlichen Wanderung aufgebrochen. Auf dem Weg vom kleinen Mitterbach-Seitental Richtung Talschluss hatten die beiden dort auf einer Bank auf der Aussichtsplattform eine Rast eingelegt. (STOL hat berichtet.)

Plötzlich aber brach die hölzerne Plattform unter den beiden weg. Während Maria Kirchler etwa 50 Meter tief in den Tod stürzte, hat ihr Lebensgefährte den Unfall unverletzt überstanden.

Die Bozner Staatsanwaltschaft hat nun Ermittlungen zum tödlichen Freizeitunfall in Weißenbach im Ahrntal eingeleitet.

Plattform beschlagnahmt

Staatsanwalt Andrea Sacchetti verfügte die Beschlagnahme der Plattform. Nach Eingang des Unfallberichts der Carabinieri wird über weitere Ermittlungsschritte – wie möglicherweise ein Gutachten zur Einsturzursache – entschieden.

Vorerst soll geklärt werden, wem der Grund gehört, auf dem die Plattform stand, wer sie wann errichtet hat und wer für die Wartungsarbeiten zuständig war.

Die Ermittlungen vor Ort werden von den Carabinieri durchgeführt.

stol/rc

stol