Das bislang folgeschwerste Zugunglück ereignete sich am 15. April 1978 in Murazze die Vado (Provinz Bologna): Die Lok des Expresszuges Lecce–Mailand stößt wegen eines Erdrutsches mit dem Schnellzug „Freccia della Laguna“ von Bozen nach Rom zusammen, der entgleist. 48 Insassen des entgleisten Zugs sterben, 76 Menschen werden verletzt.<BR /><BR /> Hier nun eine Übersicht über tödliche Bahnunglücke in Italien seit den Neunzigerjahren:<BR /><b><BR />6. Februar 2020:</b> In Livraga (Lombardei) entgleist ein Frecciarossa-Zug bei 292 km/h: 2 Lokführer sterben, 31 Verletzte. Auslöser war eine falsch gestellte Weiche.<BR /><b><BR />25. Jänner 2018:</b> Ein Regionalzug in Pioltello (Lombardei) entgleist bei Tempo 140: 3 Tote, 46 Verletzte. <BR /><b><BR />12. Juli 2016:</b> Bei der Kollision zweier Regionalzüge auf der eingleisigen Strecke zwischen Andria und Corato (Apulien) sterben 23 Menschen, etwa 50 weitere werden verletzt. Es war menschliches Versagen. <BR /><b><BR />20. April 2010:</b> In der Latschander sterben 9 Menschen bei einem Murenabgang auf die Vinschger Bahn. Es gibt 28 Verletzte. <BR /><BR />Es war der 12. Apriil 2010 um 9 Uhr - ein Montag Morgen -, als ein Zug der Vinschger Bahn im Bereich der Latschander zwischen Kastelbell und Latsch während der Fahrt von einer Schlammmure erfasst wurde.<BR /><BR /><BR />Die Opfer bleiben unvergessen: Zugführers Julian Hartmann (25) aus Meran sowie der Fahrgäste Elisabeth Peer (21) aus Tartsch, Franz Hohenegger (73) aus Schlanders, Michaela Zöschg (34 aus Prad), Judith Tappeiner (20) aus Schlanders, Rosina Ofner (36) aus Rifair (Gemeinde Taufers im Münstertal), Michaela Kuenz (18) aus Martell, Regina Tscholl Tappeiner (73) aus Laas und Francesco Rieger (66) aus Kastelbell.<BR /><b><BR />29. Juni 2009:</b> In Viareggio (Toskana) entgleist ein mit Butan beladener Güterzug, dessen Ladung teils explodierte: 32 Tote, 27 Verletzte. Ursache war ein Riss in einem Rad. <BR /><b><BR />7. Jänner 2005:</b> Ein Interregionalzug prallt aufgrund menschlicher Fehler in Bolognina di Crevalcore (Emilia Romagna) frontal gegen einen Güterzug: 17 Tote, 80 Verletzte. <BR /><b><BR />20. März 2004:</b> Zwischen Stresa und Belgirate (Piemont) entgleist der Nachtzug Rom–Paris und wird dann von einem Zug aus der Gegenrichtung erfasst. Die Bilanz: Ein Toter, 23 Verletzte.<BR /><b><BR />20. Juli 2002:</b> 8 Tote und 48 Verletzte in Rometta Messinese (Sizilien): Wegen Defekt an einem Gleis rammt der Schnellzug eine Brücke.<BR /><b><BR />24. Mai 1999:</b> In der Galerie von Santa Lucia, auf der Strecke zwischen Neapel und Salerno, sterben 4 Menschen in den Flammen. Fans von Salernitana hatten den Brand gelegt. <BR /><b><BR />14. März 1995:</b> In Città della Pieve (Provinz Perugia) kommt es zum Zusammenstoß zwischen einem Personen- und einem Güterzug, der das Haltesignal missachtet hatte. 2 Passagiere sterben, rund 50 weitere werden verletzt. <BR /><b><BR />31. Juli 1993:</b> Der Schnellzug „Galilei“ rammt im Simplon- Tunnel bei Domodossola den liegen gebliebenen „Italia-Express“. Ein Toter, 48 Verletzte.<BR /><b><BR />10. Juni 1992:</b> Der Zug von Turin nach Aosta stößt in Caluso (Piemont) mit dem stehenden Lokalzug von Aosta zusammen. 5 Menschen sterben. <BR /><b><BR />27. Jänner 1992:</b> 6 Menschen werden getötet und etwa 120 verletzt, als auf einer eingleisigen Strecke bei Rom zwei Pendlerzüge zusammenprallen.<BR /><b><BR />8. August 1991:</b> 2 Züge kollidieren bei der Einfahrt in die Station von Villa San Giovanni (Kalabrien). Ein Student stirbt, es gibt 18 Verletzte.