Dienstag, 02. April 2019

Tödlicher Irrtum: Studentin bestellt Uber und steigt in Auto eines Mörders

Der Mord an einer 21-jährigen Studentin in den USA hat dort eine Debatte über die Sicherheit von Fahrdienst-Vermittlern wie Uber oder Lyft ausgelöst. US-Sender verbreiteten am Dienstag Sicherheitstipps für Fahrten mit den in den USA extrem beliebten Anbietern – unter anderem riefen sie Passagiere dazu auf, sicherzustellen, dass sie ins richtige Auto steigen.

Samantha Josephson geriet durch einen Irrtum in die Fänge eines Mörders. - Foto: FB
Samantha Josephson geriet durch einen Irrtum in die Fänge eines Mörders. - Foto: FB

Die 21-jährige Studentin Samantha Josephson war in der Nacht auf Freitag in Columbia im Bundesstaat South Carolina in ein Fahrzeug eingestiegen, das sie nach Überzeugung der Polizei fälschlicherweise für den Uber-Wagen hielt, den sie gerufen hatte. Später wurde ihre Leiche gefunden.

Die Polizei nahm den Fahrer des Wagens fest und teilte mit, er werde wegen Entführung und Mordes Entführung angeklagt. Columbias Polizeichef William Holbrook sagte, Ermittler hätten „große Mengen Blut“ in dem Fahrzeug gefunden.

Frau stieg in falsches Auto und trifft ihren Mörder

Auf der Aufzeichnung einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie die Studentin in der Nähe einer Menschenmenge steht und ein schwarzer Chevrolet Impala vor ihr auf einen Parkplatz fährt. Die junge Frau steigt dann hinten in den Wagen ein.

Stunden später fanden Jäger die Leiche der Studentin in einem abgelegenen Wald. Polizeichef Holbrook sagte nach dem Fund der Leiche, die Studentin habe über die Uber-App einen Wagen bestellt. „Wir glauben, dass sie irrtümlicherweise in dieses Auto eingestiegen ist und meinte, das sei eine Uber-Fahrt.“

Die Zeitung „USA Today“ berichtete, die 21-Jährige hätte im kommenden Monat ihre College-Ausbildung abschließen sollen. Sie habe dann Jus an der Drexel-Universität in Philadelphia studieren wollen.

apa/dpa

stol