„Er war einer der angesehensten Piloten in der internationalen Paragliding-Gemeinschaft“, schreibt die „Dolomiti Super Fly“-Organisation nach dem tödlichen Paragleiterunfall des 34-jährigen Rémi Jean Bernard Bourdelle am Dienstagabend in Rabenstein in den sozialen Medien. Aufgrund dieser Tragödie sei der Rest des „Hike and Fly“-Rennens „Dolomiti Super Fly“ abgesagt worden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1352211_image" /></div> <BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/rabenstein-franzose-stuerzt-in-den-tod" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Wie berichtet</a>, war der aus Frankreich stammende „Dolomiti Super Fly“-Teilnehmer am Dienstag gegen 19.10 Uhr mit seinem Paragleiter im Gebiet der Schönauer Mahder in einen Schussdraht zum Heutransport geraten. Wenige Minuten konnte sich Bourdelle noch am Draht festklammern, dann stürzte er 60 bis 70 Meter in die Tiefe und starb. Der Gleitschirm blieb am Draht hängen, die Leinen des Paragleiters waren beim Unfall durchtrennt worden. Flug- und Bergrettung sowie Feuerwehr konnten dem Mann nicht mehr helfen. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen – die Bergrettung der Finanzpolizei und die Carabinieri rückten an.<h3> „Jedes Hindernis für die Luftfahrt ab 45 Metern über dem Boden muss in speziellen Karten eingetragen sein“</h3>Ermittelt auch die zivile Luftfahrtbehörde ENAC? „Nein, weil das Paragleiterfliegen zur Sportfliegerei gehört. Und für Unfallermittlungen in diesem Bereich sind wir nicht zuständig“, sagte Manfred Mussner, der die ENAC-Außenstelle in Südtirol leitet, auf Anfrage. Es könnte aber sein, dass die ermittelnde Behörde auf den Schussdraht aufmerksam mache, sollte er ein Hindernis darstellen. Aktuell wisse er aber von nichts.<BR /><BR />„Jedes Hindernis für die Luftfahrt ab 45 Metern über dem Boden muss in speziellen Karten eingetragen sein – in der Nähe von Luftfahrtstrukturen auch in geringerer Höhe“, sagte er. Es gebe eingetragene Schussdrähte. Um welchen es sich im konkreten Fall handle, wisse er nicht.<BR /><BR />Und Daniel Gasser, Landesobmann des Bauernbundes, erklärte auf Anfrage, dass der besagte Schussdraht zum Heutransport der Forstbehörde gemeldet worden sei und dass diese ihn im Geobrowser eingetragen habe.