Donnerstag, 09. Juli 2015

Tödlicher Skidoo-Unfall: Ein neues Gutachten soll her

Das Ermittlungsverfahren zum Tod von Manuel Moling (14) aus Wengen am 8. April wird nicht zu den Akten gelegt. Die Familie des Jugendlichen hat ein technisches Gerichtsgutachten zum Bremssystem des Motorschlittens beantragt.

Manuel Moling verlor bei dem Unfall nahe der Jimmyhütte am Grödner Joch sein Leben.
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Manuel Moling verlor bei dem Unfall nahe der Jimmyhütte am Grödner Joch sein Leben. - Foto: © STOL

U-Richter Walter Pelino verfügte ein entsprechendes Beweissicherungsverfahren.

Wie berichtet, wollte Staatsanwalt Igor Secco die Erhebung einstellen (STOL hat berichtet): Techniker der Herstellerfirma hatten den Schlitten im Beisein der Carabinieri überprüft und keinen Defekt festgestellt.

Der Unfall am Grödner Joch, bei dem Manuel Moling tödlich verletzt wurde (STOL hat berichtet), sei somit nicht vorhersehbar bzw. verhinderbar gewesen, argumentierte der Staatsanwalt.  

Manuel Molings Familie machte am Mittwoch aber auch geltend, dass der Betreiber der Jimmy-Hütte die Verwahrungspflicht über das Skidoo gehabt hätte.

Ob ihn unter diesem Gesichtspunkt eine  Mitverantwortung am Tod des 14-Jährigen treffen könnte, soll in einem zweiten Schritt abgeklärt werden –  sobald das Ergebnis des technischen Gutachtens vorliegt. 

stol/rc

stol