Der Experte für Pistensicherheit Roberto Nizzi, den U-Richter Ivan Perathoner zum Amtssachverständigen ernannt hatte, hat um eine Verlängerung der ursprünglichen 90 Tage-Frist angesucht. Die Rekonstruktion des Unfallhergangs und damit die Prüfung mutmaßlicher Verantwortlichkeiten ist offenbar komplexer als erwartet.<BR /><BR />Darum hat der Richter jetzt das Beweissicherungsverfahren, bei dem Nizzi und die Parteiengutachter ihre Erkenntnisse vorlegen und austauschen sollten, auf 18. Mai vertagt. <BR /><BR />Die Gutachter hatten nach dem Unfall auf der Grawandpiste einen Lokalaugenschein durchgeführt. Dort war Matilde Lorenzi am 29. Oktober 2024 Training so schwer gestürzt, dass sie kurz darauf den Folgen ihrer Verletzungen erlag. <BR /><BR />Der Auftrag des U-Richters lautet, den Unfallhergang und die Verhältnisse am Unfallort abzuklären, weiters, zu prüfen, ob es Versäumnisse gegeben haben könnte, die zum Sturz der 19-Jährigen beigetragen haben. <BR /><BR />Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Im Ermittlungsregister steheh die Namen des Sicherheitsbeauftragten für die Skipisten und Skilifte des Skigebiets „Alpin Arena Schnalstal“ und des Trainers und Vorbereiters der Riesenslalom-Trainingspiste „Grawand G1“. <BR /><BR />Matilde Lorenzi aus Villarbasse (Provinz Turin) galt als großes Speedtalent bei den „Azzurre“, war Mitglied des Europacupteams und wurde im April 2024 in Reinswald zur Super-G-Italienmeisterin gekürt. Im Oktober ereignte sich dann in Schnals der fatale Unfall.<BR /><BR />Matilde Lorenzis Eltern hatten dann mit einem rechtsmedizinischen Gutachten die Ermittlungen ins Rollen gebracht. Diesem zufolge der Tod der 19-Jährigen nicht durch den Sturz, sondern durch den anschließenden Aufprall gegen den erhöhten Pistenrand verursacht worden. Nun prüfen die Ermittler u.a., ob alle Sicherheitsmaßnahmen eingehalten worden sind.