In dem Brief ruft er dazu auf, das Leben und die Liebe bewusster zu leben. „Nichts im Leben ist selbstverständlich“, schrieb der 26-jährige Federico Colombo laut der Zeitung „Il Secolo XIX“. <BR /><BR />Die aus Genua stammende Sommacal war am 14. Mai gemeinsam mit ihrer Mutter, der Meeresbiologin an der Universität Genua, Monica Montefalcone (51), sowie drei weiteren Personen bei einem Tauchgang in einer Unterwasserhöhle am Alimathà-Atoll ums Leben gekommen. <BR /><BR />Zu den Todesopfern zählen außerdem die Meeresforscherin Muriel Oddenino (31), der Biologe Federico Gualtieri (31) und der Tauchlehrer Gianluca Benedetti. Benedettis Leiche war bereits am Freitag geborgen worden, die von Montefalcone und Gualtieri am Dienstag. Die Bergung der beiden noch vermissten Opfer ist für Mittwoch geplant. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/malediven-zwei-der-vier-todesopfer-geborgen-einsatz-wird-fortgesetzt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet) </a><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1314558_image" /></div> <BR /><BR />Man gewöhne sich an die Anwesenheit von Menschen und an alltägliche Gesten, sodass man deren wahren Wert oft vergesse, schrieb Colombo weiter. Erst durch die Abwesenheit werde klar, wie wichtig selbst kleine Dinge gewesen seien – „ein Lächeln, ein Anruf, ein grundloses Lachen oder sogar gemeinsames Schweigen“, schrieb Colombo. Den Brief widmete er seiner verstorbenen Freundin, die ihm stets das Gefühl gegeben habe, wichtig zu sein. Bereits wenige Tage zuvor hatte er sie in einem Interview als „goldenes Mädchen“ mit „besonderem Licht“ und großer Herzlichkeit beschrieben. <BR /><BR />In seinem Schreiben appellierte Colombo dazu, bewusster zu leben und Gefühle nicht aufzuschieben. Man müsse dankbarer für die Gegenwart sein, „weil sie das Einzige ist, das wir wirklich haben“. Die Menschen sollten den Mut haben, mehr zu lieben, offen auszusprechen, was sie empfinden, und jeden Moment zu genießen – auch die scheinbar banalen.<h3> „Es gibt keine verschwendete Liebe“</h3>„Das Leben vergeht schnell und warnt uns nicht, wenn etwas zu Ende geht“, schrieb Colombo weiter. Wirklich zu leben bedeute, mit Herz und Aufrichtigkeit präsent zu sein, Erinnerungen zu schaffen, zu vergeben und das festzuhalten, was wirklich zähle. Zum Abschluss zitierte Colombo Gedanken über die Liebe als zentrale Aufgabe der Menschheit. „Es gibt keine verschwendete Liebe“, schrieb er. Giorgia und ihre Mutter Monica seien für ihn „Glückseligkeit“ gewesen. <BR /><BR />Unterdessen zeigte sich Giorgias Vater Carlo Sommacal erleichtert darüber, dass die Leiche seiner Frau geborgen werden konnte. „Ich möchte sie mit diesem strahlenden Lächeln in Erinnerung behalten, das mir das Herz wärmt“, sagte er. Seit Tagen halte er für seinen 20-jährigen Sohn Matteo durch. Nun fürchte er den schwersten Moment – die Identifizierung der Leichen. „Ich habe Angst, vor ihren Körpern einen Herzinfarkt zu bekommen und dass mein Sohn dann für den Rest seines Lebens allein bleibt. Ich hoffe, dass mein Schwiegervater die Kraft dafür hat.“