Nach einem tödlichen Verkehrsunfall im Luxusort Porto Cervo im vergangenen Jahr hat die deutsche Managerin eine Einigung mit der Justiz erzielt. Sie akzeptierte vor dem Gericht in Tempio Pausania eine Freiheitsstrafe von einem Jahr. Zudem wurde ihr der Führerschein für zwei Jahre entzogen.<BR /><BR />Die Frau war am Morgen des 8. Juli 2025 in Porto Cervo im Norden Sardiniens mit einem BMW-SUV unterwegs, als sie eine 24-jährige Frau auf einem Zebrastreifen erfasste. Das Opfer, Gaia Costa aus Tempio Pausania, erlag noch am Unfallort den Verletzungen. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/junge-frau-stirbt-bei-unfall-auf-sardinien-frau-des-lufthansa-chefs-angeklagt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Wir haben berichtet)</a><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1327653_image" /></div> <BR /><BR />Die Entscheidung des Gerichts erfolgte nach Abschluss der Ermittlungen, die bereits im Februar beendet worden waren. Dabei wurden unter anderem technische Gutachten zum Fahrzeug sowie Auswertungen eines Mobiltelefons berücksichtigt. Nach Angaben der Ermittler steht der Unfall im Zusammenhang mit einer Ablenkung der Fahrerin während der Fahrt. Im Verlauf der Ermittlungen stärkte die Staatsanwaltschaft den Beweisstand erheblich, indem sie die Ergebnisse zweier zentraler technischer Gutachten einholte: eines zur Unfalldynamik und zu den Sicherheitssystemen des BMW-Fahrzeugs, das andere zur Auswertung des Mobiltelefons der deutschen Managerin.<BR /><BR />Die Ursache der Tragödie wurde eindeutig auf einen Moment schwerwiegender Ablenkung der Fahrerin zurückgeführt, während sie am Steuer des schnellen Fahrzeugs saß. Gaia Costa, die als Babysitterin arbeitete, soll den herannahenden SUV noch bemerkt und versucht haben, mit einer Handbewegung auf sich aufmerksam zu machen. Vivian Spohr fuhr nach dem Zusammenstoß noch einige Meter weiter. <BR /><BR />Ein Augenzeuge machte sie schließlich auf die Situation aufmerksam. Nachdem man ihr den Unfallhergang geschildert hatte, war sie kurzzeitig ohnmächtig geworden. Ein Alkohol- und Drogentest verlief negativ. Bei dem Unfallopfer handelte es sich um die Tochter eines bekannten Gewerkschafters der Region.