In der Nacht auf den 8. Jänner kam ein 55-jähriger Wachmann während seines Einsatzes auf einer Olympia-Baustelle in Cortina d’Ampezzo ums Leben. Der Mann, Pietro Zantonini aus Brindisi, war mit der nächtlichen Überwachung der Baustelle des neuen Eisstadions für die Winterspiele Mailand–Cortina betraut. Er arbeitete für ein privates Sicherheitsunternehmen und versah seinen Dienst allein.<BR /><BR />Nach bisherigen Informationen hielt sich Zantonini in einem Wachcontainer auf und führte in regelmäßigen Abständen Kontrollgänge durch. Als er telefonisch um Unterstützung bat, alarmierten Kollegen umgehend die Rettungskräfte. Trotz rasch eingeleiteter Wiederbelebungsversuche konnte ihm vor Ort nicht mehr geholfen werden.<h3> Ermittlungen und Kritik der Familie</h3>Die Ehefrau des Verstorbenen hat Anzeige bei den Carabinieri erstattet. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an, um die genaue Todesursache zu klären. Laut Angaben der Angehörigen und ihres Anwalts hatte Zantonini wiederholt über die schwierigen Arbeitsbedingungen berichtet.<BR /><BR />Demnach war er nachts bei sehr tiefen Temperaturen im Freien eingesetzt. Zudem seien lange, aufeinanderfolgende Schichten, unzureichende Sicherheitsmaßnahmen sowie mangelhafte Schutzkleidung beanstandet worden. Zantonini war im September mit einem befristeten, später verlängerten Vertrag nach Venetien gekommen und sollte dort bis Ende Jänner arbeiten.<h3> Auch Minister Salvini zeigt sich „tief betroffen“</h3>Der Vorfall zog auch politische Reaktionen nach sich. Infrastrukturminister Matteo Salvini zeigte sich „tief betroffen“ und verlangte detaillierte Auskünfte über das Beschäftigungsverhältnis und die Aufgaben des Wachmanns. Der Präsident der Region Venetien, Alberto Stefani, unterstrich, dass Fragen der Arbeitssicherheit nicht zur Disposition stünden.