Am Nachmittag, kurz nach 15 Uhr, stürzte die 79-Jährige bei einer Wanderung oberhalb der Moarhofalm einen steilen Abhang hinunter und war auf der Stelle tot.Sr. Maria Agatha war jedem, der einmal stationär im Brunecker Krankenhaus aufgenommen war, als fürsorgliche Krankenhausschwester bekannt. Besonders intensiv betreute sie die gynäkologische Abteilung, die Abteilung für Orthopädie/Frauen und die Schwerkranken.Sr. Agatha hatte das, was im modernen Sanitätsbetrieb vielen Ärzten und Angestellten für ihre Patienten aufgrund der vielen Verpflichtungen fehlt: Zeit und ein gutes Wort, ohne sich jedoch aufzudrängen.Sr. Agathas großes Anliegen war auch die Kapelle des Krankenhauses. Dort ging sie Krankenhausseelsorger Pater Valentin zur Hand wo sie konnte. Im kleinen Kämmerchen neben der Kapelle hatte sie, fein säuberlich geordnet, die verschiedenen Altarbezüge, Schachteln mit Strohsternen für den Christbaum und andere Sachen aufbewahrt.Gemeinsam mit einer Bekannten verschönerte sie die Kapelle laufend mit frischen Blumen. Gestern drang die Meldung vom tödlichen Unfall nur langsam durch, erfüllte die Krankenhausgemeinschaft aber mit großer Trauer. „Vor etwa zehn Tagen, als sie mit einem freundlichen Gruß und einemLachen ihren Urlaub antrat, hat sie sich bei mir bis heute Abend (den gestrigen Sonntag - Anm. d. Red.) verabschiedet. Ich hab ihr noch gesagt, dass ich mich darauf freue, weil ich bis 21 Uhr Dienst habe und ihr ein paar schöne Tage gewünscht", erinnert sich der Portier des Krankenhauses betroffen. An ihrem letzten Urlaubstag war sie gestern mit ihrem Bruder und einem Neffen zu einer Wanderung zur Moarhofalm aufgebrochen. Etwas oberhalb der Alm, an der Waldgrenze, kam es am Nachmittag dann zum verhängnisvollen Sturz.Die Ursache dafür war gestern nicht klar. Eine plötzliche Übelkeit könnte eine der möglichen Ursachen sein. Der Weg führt an der Unfallstelle oberhalb eines steilen und unwegsamen Abhangs entlang. Diesen Abhang stürzte die Ordensschwester rund 150 Meter hinab.Mit dem Rettungshubschrauber Pelikan 2 wurde der Notarzt eingeflogen, der jedoch nicht mehr helfen konnte. Nach der Freigabe der Leiche wurde die Verstorbene nach Mühlwald geflogen d/Martin Tinkhauser