Dienstag, 10. Oktober 2017

Tollwut-Fall in Frankreich: Kind infiziert sich in Sri Lanka

In Frankreich ist bei einem zehnjährigen Kind Tollwut nachgewiesen worden.

In Frankreich ist bei einem zehnjährigen Kind Tollwut nachgewiesen worden. Es ist in Sri Lanka von einem infizierten Hund gebissen worden.
In Frankreich ist bei einem zehnjährigen Kind Tollwut nachgewiesen worden. Es ist in Sri Lanka von einem infizierten Hund gebissen worden. - Foto: © shutterstock

Es habe sich bereits im August bei einem Aufenthalt in Sri Lanka infiziert, als es an einem Strand von einem Hund gebissen wurde, teilte die Gesundheitsbehörde der Region Auvergne-Rhône-Alpes am Dienstag in Lyon mit. Das Kind wird seit vergangener Woche im Krankenhaus betreut. Einmal ausgebrochen ist die Krankheit fast zu 100 Prozent tödlich.

Tollwut in Europa äußerst selten

Tollwut ist in Frankreich wie auch im restlichen Europa extrem selten: Seit 1970 wurden von französischen Behörden nur 23 Fälle registriert – stets war die Infektion im Ausland erfolgt. Weltweit ist die Krankheit laut Weltgesundheitsorganisation jedoch für rund 59 000 Todesfälle im Jahr verantwortlich, vor allem in Afrika und Asien. Übertragen werden die Viren von infizierten Säugetieren meist durch Bisse oder Kratzen. Es gibt wirksame Impfstoffe, die auch kurz nach einem Tierbiss noch helfen können.

Ansteckung zwischen Menschen noch nie nachgewiesen

Die regionale französische Behörde in Lyon betonte, dass weltweit noch keine Ansteckung zwischen Menschen nachgewiesen worden sei – abgesehen von sehr seltenen Fällen, bei denen Organe eines infizierten Spenders transplantiert wurden. Trotzdem seien vorsichtshalber die Menschen identifiziert worden, die direkten Kontakt zu Speichel oder Tränen des betroffenen Kindes hatten – es werde nun von Fall zu Fall geprüft, ob sie geimpft werden sollten.

dpa

stol