Bereits in der kommenden Woche sollte der Impfstoff bereit stehen, um die flächendeckende Impfung von Rindern, Schafen, Ziegen und Pferden in den östlichen und südlichen Grenzgemeinden angehen zu können."Der jeweils zuständige freiberufliche Tierarzt wird auf die Höfe kommen, um diese Impfungen vorzunehmen, die Bauern müssen nur einen kleinen Betrag, nämlich 2,70 Euro pro Tier plus Mehrwertsteuer zahlen", so Agrarlandesrat Hans Berger. Geimpft werden alle Nutztiere in den Gemeinden Sexten, Innichen, Toblach, Niederdorf, Prags, Olang, Enneberg, St. Martin i.T., Wengen, Abtei, Corvara, Wolkenstein, St. Christina, St. Ulrich, Kastelruth, Völs, Tiers, Karneid, Welschnofen, Deutschnofen, Aldein, Truden und Altrei.Für alle anderen Gemeinden gilt zwar kein flächendeckendes Impfgebot, dort werden aber alle Nutztiere gegen die Tollwut geimpft, die im Sommer auf Almen in einer der angeführten Gemeinden verbracht werden. Zudem müssen alle Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und Schweine, die auf Weiden in den östlich der Etsch gelegenen Teil des Trentino, in die Regionen Venetien und Friaul – Julisch Venetien aufgetrieben werden, gegen Tollwut geimpft werden. Dass mit dieser Impfaktion bereits jetzt begonnen wird, hat zwei Gründe: Der erste ist der enorme logistische Aufwand, der hinter der groß angelegten Impfaktion steckt. Der zweite ist ein medizinischer Grund: "Damit die Impfung wirkt, müssen die Tiere mindestens 21 Tage vor einem eventuellen Kontakt mit dem Erreger geimpft worden sein, damit sie entsprechende Antikörper bilden können und somit geschützt sind", erklärt Landesveterinärdirektor Paolo Zambotto.Die Impfaktion betrifft im März und April in Südtirol, Trentino und Friaul – Julisch Venetien auch Füchse. Dabei werden Impfköder aus Hubschraubern abgeworfen und zum Teil auch händisch ausgelegt. Verhaltensregeln für die Bevölkerung werden auf entsprechenden Infoblättern verteilt.