Montag, 31. August 2020

Toskana: Kinder von Baum erschlagen

Schwere Unwetter haben in der Nacht auf Sonntag Nord- und Mittelitalien heimgesucht. Dabei wurden mindestens 3 Todesopfer gemeldet.

Ein Baum stürzte in einem Campingplatz in der Toskana auf ein Zelt, in dem 2 Schwestern schliefen. Sie starben im Krankenhaus.
Ein Baum stürzte in einem Campingplatz in der Toskana auf ein Zelt, in dem 2 Schwestern schliefen. Sie starben im Krankenhaus. - Foto: © ANSA / Riccardo Dalle Luche
2 Schwestern im Alter von 3 und 14 Jahren starben, nachdem ein Baum wegen starker Windstöße umgekippt und auf das Zelt gestürzt war, in dem die beiden auf einem Campingplatz in der toskanischen Badeortschaft Marina di Massa schliefen.

Verletzt wurde auch eine dritte Schwester im Alter von 19 Jahren. Ein Versuch, die beiden Mädchen Malak (14) und Jannat mit einem Hubschrauber ins Spital zu bringen, scheiterte wegen des starken Windes, berichteten lokale Medien.

Die beiden Kinder wurden deshalb mit einem Rettungswagen ins Spital transportiert, wo sie am Sonntag starben. Die Familie war aus Turin angereist, um in der Toskana einen Urlaub zu verbringen.

In Punta Bianca in Ligurien verschwand ein 51-Jähriger, der am Samstagnachmittag trotz hoher Wellen ins Meer gesprungen war. Er ertrank.

Ein 38-Jähriger aus der Provinz Varese ist verschollen, nachdem er von einem über die Ufer getretenen Fluss weggerissen wurde. Die Suchaktion habe wegen der heftigen Niederschläge in der Gegend unterbrochen werden müssen, berichteten italienische Medien.

Feuerwehreinheiten waren stundenlang im Einsatz, um die Schäden der Unwetter einzugrenzen, die vor allem den Mailänder Raum belasteten.

Keller und Wohnungen wurden überschwemmt, Bäume stürzten um und mehrere Häuser wurden schwer beschädigt, doch es wurden keine Verletzten gemeldet.

Während Nord- und Mittelitalien von schweren Unwettern heimgesucht werden, tobten Brände auf Sizilien. 2 Canadair-Flugzeuge und 2 Hubschrauber kämpften gestern gegen die Flammen, die sich in Altofonte, unweit von Palermo, entwickelt hatten. 400 Personen mussten ihre Häuser verlassen. Der sizilianische Präsident Nello Musumeci sprach von einer „kriminellen Tat“ seitens Brandstiftern.

apa

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