Montag, 11. September 2017

Toskana: Suche nach Vermissten geht weiter

Nach schweren Unwettern in Italien geht die Suche nach zwei Vermissten in der Toskana weiter. Starke Regenfälle waren am Sonntag über der Region niedergegangen, mehrere Menschen starben.

Die Suche nach den Vermissten geht in Livorno am Montag weiter.
Die Suche nach den Vermissten geht in Livorno am Montag weiter. - Foto: © LaPresse

Luftaufnahmen der Feuerwehr von der Stadt Livorno, die es besonders schlimm getroffen hatte, zeigten am Montag von Schlamm- und Wassermassen umgebene Häuser.

Die Zahl der Toten variierte am Montag zwischen sechs und sieben. Eine Familie war Medienberichten zufolge mit einem vierjährigen Kind im Untergeschoss ihrer Wohnung bei dem Unwetter ums Leben gekommen.

Über Klimawandel nachdenken

Premierminister Paolo Gentiloni sprach den Opfer sein Mitgefühl aus. Staatspräsident Sergio Mattarella sagte laut einer Mitteilung, die durch das Unwetter angerichtete Katastrophe müsse die politische Welt schnellstmöglich dazu bewegen, ernsthaft über die Effekte des Klimawandels nachzudenken.

Am Montag wurden Vorwürfe laut, wonach die Unwettergefahr am Sonntag unterschätzt worden sei und Warnungen nicht scharf genug gewesen seien. Die Schlechtwetterfront zog unterdessen in Richtung Süden weiter, wo neben Regenfällen und Gewittern auch vor starkem Wind gewarnt wurde. In einigen Gemeinden blieben die Schulen geschlossen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Nach wochenlanger Trockenheit und einer drohenden Wasserkrise regnete es am Sonntag und Montag auch in Rom. Einige Straßen wurden überschwemmt. Der Tiber war innerhalb weniger Stunden sichtbar angestiegen.

dpa

stol