Dienstag, 03. Mai 2016

Tote in Höxter: Lange Spurensuche erwartet

Nach der Gefangenschaft und dem mysteriösen Tod einer Frau im ostwestfälischen Höxter stellen sich die Ermittler auf eine längere Spurensuche ein.

Durch Sichtschutzwände abgeschirmt sollen die Ermittler die Spurensuche in Ruhe abschließen können.
Durch Sichtschutzwände abgeschirmt sollen die Ermittler die Spurensuche in Ruhe abschließen können. - Foto: © APA/DPA

Um das Gehöft der festgenommenen 46 und 47 Jahre alten Verdächtigen wurden Sichtschutzwände aufgestellt, „damit in Ruhe gearbeitet werden kann“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Spurensicherung könne bis zu 15 Tage oder noch länger dauern. Das 41-jährige Opfer aus Niedersachsen soll fast zwei Monate lang in dem Gehöft im Vorort Bosseborn festgehalten und misshandelt worden sein. Die Frau starb an Kopfverletzungen. Das verdächtige Paar sitzt wegen Totschlags in Untersuchungshaft.

Mann soll wegen Gewalt gegen eine Frau bereits eingesessen haben

Auf einer Pressekonferenz in Bielefeld am Vormittag wollen sich die Ermittler nach Angaben des Staatsanwaltes auch „in Richtung von Vorstrafen“ der Verdächtigen äußern. Nach Medienberichten war der festgenommene 47-jährige Mann schon 1995 zu knapp drei Jahren Haft verurteilt worden. Er soll zusammen mit einer Komplizin seine damalige Ehefrau geprügelt, gequält und mit Säure verätzt haben.

Die Staatsanwaltschaft Paderborn hatte am Montag zudem Hinweise auf weitere Opfer bestätigt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur und weiterer Medien aus Polizeikreisen haben die Verdächtigen ein weiteres Tötungsdelikt gestanden.

dpa

stol