"Wir haben das umgehend abgeklärt und wahr ist: Bei der beanstandeten Milch handelt es sich um keine Südtiroler Molkerei. Die Südtiroler Milch ist von diesem Vorfall also in keinster Weise betroffen", so Landesrat Hans Berger.Der Kern der heute von italienischen Zeitungen und Agenturen verbreiteten Nachricht war: Eine Frau aus dem bellunesischen Ponte nelle Alpi habe einen Milchkarton geöffnet und darin eine tote Maus gefunden."Milch stammt nicht aus Südtiroler Molkerei""In den Medienberichten war von Milch einer 'latteria altoatesina', eines Südtiroler Milchhofes also die Rede", so der Landesrat, in der Landesregierung für die Landwirtschaft zuständig. "Unsere Nachforschungen haben ergeben: Dies ist völlig falsch." Wahr sei vielmehr, dass es sich nicht um Milch aus Südtirol handle, der Karton also auch von keiner Südtiroler Molkerei stammt."Es wäre schlimm, wenn unsere Milchwirtschaft Schaden leiden würde, nur weil in diesem Fall oberflächlich recherchiert worden wäre", unterstreicht Berger, der sich vor die Südtiroler Molkereien stellt: "Wir hoffen sehr, dass am Mittwoch in der selben Aufmachung richtig gestellt wird, dass Südtirols Milchhöfe mit dieser Nachricht nicht das geringste zu tun haben."Milch aus DeutschlandKein Südtiroler Hersteller hat die Klage der Frau in den letzten Tagen erhalten. Wie bekannt wurde, ist sie vielmehr bei „Bayernland“eingegangen.„Die Frau hat sich am Montag gemeldet. Wir haben die Fotos und wir werden interne Ermittlungen einleiten. Wir wollen verstehen, was passiert ist, wenn es bei uns passiert sein sollte“, sagt Dietmar Bacher, Geschäftsführer für Italien des Bundesdeutschen Riesen Bayernland gegenüber der Tageszeitung „Dolomiten".In Sterzing hat die Firma einen Logistiksitz – von hier aus wird die Milch aber lediglich vertrieben, hier wird nicht produziert. Wie die Fehlmeldung entstehen konnte, es handle sich um Südtiroler Milch, ist nicht bekannt.Grausiger Fund wurde im Belluno gemachtDen grausigen Fund soll am Montag eine Frau aus Ponte nelle Alpi in der Provinz Belluno gemacht haben. Die Milchpackung hatte sie laut eigenen Angaben in der Supermarktkette "Cooperativa Di Consumo Di Alleghe" gekauft.Die Frau, die die Milchpackung öffnete, sprach gegenüber der Zeitung „Il Gazzettino“ von einem „unbeschreiblichen“ Geruch, der ihr entgegengeströmt sei. Ihr sei sofort schlecht geworden.Da nicht ein Tropfen Milch aus der Packung kam, schnitt die Frau die Packung auf. Dort soll sie dann die tote Maus, die sich bereits im Verwesungszustand befunden haben soll, entdeckt haben.Technisch nicht möglichDer Fall wurde an die Carabinieri-Sondereinheit NAS von Treviso übergeben. Dort und auch bei „Bayernland“ ist man sich aber einig: Technisch ist es gar nicht möglich, dass eine Maus während des Produktionsprozesses in die Milch gerät und dort als Ganzes bleibt.Hinter vorgehaltener Hand munkelt man von Sabotage.stol/uli/D