Mittwoch, 01. Januar 2020

Tote und Vermisste bei Buschbränden in Australien

Die Buschbrände in Australien wüten auch am ersten Tag des neuen Jahres weiter. Die Behörden haben einen neuen Toten bestätigt. Es werde befürchtet, dass eine weitere Person ums Leben gekommen sei, 4 Menschen würden vermisst, und rund 200 Häuser seien ausgebrannt, gaben die Behörden am Mittwoch bekannt.

Einsatzkräfte und Militär haben in Australien weiterhin voll zu tun.
Einsatzkräfte und Militär haben in Australien weiterhin voll zu tun. - Foto: © APA (AFP) / SAEED KHAN

Die Leiche eines Mannes wurde am frühen Morgen (Ortszeit) in einem verbrannten Auto an der Südküste von New South Wales gefunden, teilte der Polizeichef des Bundesstaates mit. Er rechne damit, dass sich die Zahl der Opfer noch erhöhen würde. Es gebe nur begrenzten Zugang zu dem abgelegenen Bereich, um den Status eines 72-jährigen vermissten Mannes „auf die eine oder andere Weise zu bestätigen“, fügte er hinzu.

Im Staat Victoria werden nach Angaben von Premierminister Daniel Andrews in der Region Gippsland rund 500 Kilometer östlich von Melbourne 4 Menschen vermisst. Etwa 4.000 Menschen machten sich in der Stadt Mallacoota auf den Weg ans Wasser, nachdem Flammen den Fluchtweg über die Hauptstraße versperrten. Ein Bewohner sagte, dass nur eine Änderung in der Windrichtung in letzter Minute Leben verschonte.

Angesichts der noch immer gestrandeten Tausenden von Menschen wurde das Militär beigezogen, um die Versorgung sicherzustellen und bei Evakuierungen zu helfen. Allein in New South Wales lodern noch mehr als 100 Brände, Tausende Feuerwehrleute sind im Einsatz. Insgesamt gab es seit Ausbruch der Buschbrände im Oktober in ganz Australien 12 brandbedingte Todesfälle, darunter 3 freiwillige Feuerwehrleute.

Die riesigen Buschbrände haben seither mehr als 4 Millionen Hektar Land zerstört und täglich kommen durch extrem heiße, windige und trockene Bedingungen neue dazu. Die Feuer haben mittlerweile eine Größenordnung erreicht, in der sie selbst trockene Blitzeinschläge und Feuer-Tornados auslösen können, was die Situation weiter verschärft.

Nun eilt das Militär mit Schiffen und Hubschraubern den Tausenden in Ostaustralien durch die verheerenden Buschfeuer eingeschlossenen Menschen zu Hilfe. Die Regierung kündigte am Mittwoch an, mit Seelandungsbooten Nahrungsmittel und Wasser zu den Menschen zu bringen, die vor den Flammen an die Strände fliehen mussten. Die Hilfe soll am Donnerstag oder Freitag in den Küstenstädten der Staaten New South Wales und Victoria ankommen. Zudem sollen Menschen mithilfe von Hubschraubern in Sicherheit gebracht werden.

apa