Damit gehen die Ermittlungen weiter, wie das streng geschützte Tier zu Tode gekommen ist. <BR /><BR />Der Auerhahn, der in den vergangenen Jahren zur Frühlingsattraktion am Kronplatz geworden war, weil er sich in der Balzzeit auf die Piste wagte, um dort sein Revier zu verteidigen, ist – wie berichtet – am Ostersonntag Nachmittag in den Armen eines Liftwartes verendet. Dieser hatte gegenüber STOL erklärt, dass das Tier ein Loch im Bauch gehabt habe, eine Verletzung, die von einem Skistock herrühren könnte. <BR /><BR />Nachdem erste Ermittlungen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden ergeben hatten, dürfte sich dies nach der weiteren Befragung von Zeugen und der Sichtung von Videomaterial, das zum Teil auch in den sozialen Netzwerken kursiert, geändert haben. Denn offenbar ist Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet worden. Wer Tiere der geschützten Arten absichtlich tötet, muss mit einer Verwaltungsstrafe und strafrechtlicher Verfolgung rechnen.<BR /><BR />Vor fünf Jahren stand ein 51-jähriger Skifahrer vor Gericht, der im Skigebiet Monte Pana mit dem Skistock auf einen Auerhahn eingeschlagen hatte, weil dieser seinen Sohn bedroht habe. Er wurde vom Vorwurf der Misshandlung von Tieren freigesprochen, weil er den Auerhahn nicht quälen oder verletzen, sondern nur seinen Sohn verteidigen wollte.