Der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti ist vor dem Landesgericht in Trient vom Vorwurf freigesprochen worden, ein Tier aus Grausamkeit getötet zu haben.<BR /><BR />Hintergrund des Verfahrens war der Abschuss des Bären M90 im Februar 2024 im Val di Sole. Mehrere Tierschutzorganisationen hatten Anzeige erstattet, nachdem Fugatti die entsprechende Anordnung zur Tötung unterzeichnet hatte. Die Förster hatten den Bären mit Schüssen getroffen, die seine Lunge und Leber verletzten – aus Sicht der Aktivisten ein unnötig grausames Vorgehen.<h3> Im Prozess waren sechs Tierschutzverbände als Zivilparteien aufgetreten</h3>Obwohl die Staatsanwaltschaft ursprünglich eine Einstellung des Verfahrens vorgesehen hatte, entschied der Untersuchungsrichter, Anklage erheben zu lassen.<BR /><BR />Fugatti sieht sich durch das Urteil bestätigt und spricht von einer klaren Bestätigung der Rechtmäßigkeit des Handelns der Provinz Trient. Die Entscheidung sei notwendig und verantwortungsvoll gewesen, erklärte er.<BR /><BR />Im Prozess waren sechs Tierschutzverbände als Zivilparteien aufgetreten und hatten insgesamt 300.000 Euro Schadenersatz gefordert. Ihrer Ansicht nach hätte der Bär auch betäubt werden können. <BR /><BR />Zwar reagierten sie enttäuscht auf den Freispruch, sehen sich aber teilweise bestätigt: Die Grausamkeit sei anerkannt worden, nur sei niemand dafür verantwortlich gemacht worden. Eine Berufung wurde bereits angekündigt.