Mittwoch, 08. Mai 2019

Toter im Eisack: Autopsie schließt Fremdverschulden aus

Ayoub Driouache ist höchstwahrscheinlich einem tragischen Unfall zum Opfer gefallen: Die am Mittwoch durchgeführte Autopsie schließt ein Fremdverschulden fast vollständig aus.

Er ertrank höchstwahrscheinlich nach einem tragischen Unfall: Ayoub Driouache. - Foto: Facebook
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Er ertrank höchstwahrscheinlich nach einem tragischen Unfall: Ayoub Driouache. - Foto: Facebook

Wie berichtet, war der Leichnam des 24-Jährigen am Montag aus dem Eisack geborgen worden. Der junge Mann galt seit Freitagnacht als vermisst, nachdem er mit Freunden in der Stadt ausgegangen war. Ein letztes Lebenszeichen war eine Geldbehebung am Bankomatschalter.

Die Todesursache war zunächst unklar, erste Ermittlungen deuteten jedoch auf einen Unfall hin. Dieser Verdacht wurde noch verstärkt, als am Mittwochvormittag das Fahrrad des in Bozen wohnhaften Marokkaners auf der Insel am Zusammenfluss von Talfer und Eisack gefunden wurde.

Keine Zeichen einer Auseinandersetzung am Leichnam

Ebenfalls am Mittwoch wurde auch die Autopsie des Leichnams durchgeführt.

Wie die Staatsanwaltschaft von Bozen am Abend mitteilte, habe man im Zuge der Obduktion - abgesehen von der Verletzung am Kopf, die vermutlich vom Sturz stammt - keine weiteren Verletzungen am Körper des Toten feststellen können, die auf eine dem Tod vorangehende Auseinandersetzung hindeuten würden.

Somit wird Fremdverschulden ausgeschlossen. Höchstwahrscheinlich, so teilt die Staatsanwaltschaft mit, sei der Mann ertrunken. Weitere Angaben könnten jedoch erst nach den toxikologischen und histologischen Untersuchungen gemacht werden.

Der Todeszeitpunkt passt mit dem Verschwinden des Mannes zusammen: Laut derzeitigem Ermittlungsstand soll der Tod in der Nacht von Freitag auf Samstag eingetreten sein.

stol/liz

stol