Dienstag, 07. Mai 2019

Toter im Eisack: Ermittlungen laufen - Unfall vermutet

Nachdem am Montag eine Person leblos aus dem Eisack geborgen worden war, hat die Staatsanwaltschaft nun die Ermittlungen aufgenommen. Eine Autopsie soll klären, wie lange sich der Leichnam im Wasser befunden hatte. Mord wird derzeit ausgeschlossen.

Der Leichnam wurde nahe der Reschenbrücke aus dem Eisack gezogen. - Foto: DLife
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Der Leichnam wurde nahe der Reschenbrücke aus dem Eisack gezogen. - Foto: DLife

Wie berichtet, hatten die Taucher der Freiwilligen Feuerwehren, die Berufsfeuerwehr und die Wasserrettung gegen 13 Uhr am Montag einen leblosen Körper aus dem Eisack nahe der Reschenbrücke geborgen.

Da der Tote keine Dokumente bei sich hatte, war eine Identifizierung zunächst nicht möglich. Mittlerweile weiß man: Es handelt sich um einen 24-jährigen Mann marokkanischer Abstammung, der gemeinsam mit seinen Eltern im Bozner Europaviertel lebte.

Der Mann ging einer regelmäßigen Arbeit nach und war am Freitagabend gemeinsam mit Freunden ausgegangen. Das letzte Lebenszeichen war eine Behebung von 20 Euro an einem Bankomat-Schalter noch am selben Abend.

Danach verlor sich jede Spur des jungen Mannes, bis sein Leichnam am Montag aus dem Eisack geborgen wurde.

Derzeitige Vermutung: Unfall

Die Ermittler versuchen derzeit, die letzten Stunden im Leben des 24-Jährigen zu rekonstruieren. Eine Autopsie am Mittwoch soll die genaue Todesursache klären, außerdem soll festgestellt werden, wie lange sich der Leichnam bereits im Wasser befunden hatte.

Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft nicht wegen Mordes, man geht derzeit eher von einem Unfall aus.

stol/liz

stol