Dienstag, 07. Februar 2017

Toter Panda Long Hui aus Schönbrunn wird in Nordtirol präpariert

Das Mitte Dezember bei einer Notuntersuchung verendete Pandamännchen Long Hui aus dem Tiergarten Schönbrunn soll im Tiroler Landesmuseum in Innsbruck bzw. Hall präpariert und dann nach China überführt werden.

In Nordtirol wird der in Schönbrunn verendete Panda Long Hui präpariert, bevor er nach China zurückkehrt.
In Nordtirol wird der in Schönbrunn verendete Panda Long Hui präpariert, bevor er nach China zurückkehrt. - Foto: © shutterstock

Bis Mai 2018 soll das Präparat des Pandas fertig sein und dann die letzte Reise zurück in seine Heimat China antreten, bestätigte Präparator Peter Morass am Dienstag im Gespräch mit der APA Medienberichte.

Neues Sammlungs- und Forschungszentrums (SFZ) in Hall in Tirol 

Der Panda werde derzeit bereits zerlegt in Haut und Knochen tiefgefroren gelagert, sagte Morass. Da die Landesmuseen zur Zeit in das neue Sammlungs- und Forschungszentrums (SFZ) nach Hall in Tirol übersiedeln, müsse die Arbeit an dem Tier noch etwas warten. „Der Panda wird dann aber das erste Tier sein, das im neuen Forschungszentrum präpariert wird“, so Morass. Für die Arbeiten würde er rund einen Monat benötigen.

"Ähnlich wie das Anziehen einer Schaufensterpuppe"

Hierfür werde die Haut des Tieres zunächst gegerbt und dann über einen künstlichen Körper gezogen. „Man kann sich das vorstellen wie bei einem Schaufenster-Dekorateur, der die Schaufenster Puppen anzieht. Außer, dass ich keine Reißverschlüsse und Knöpfe habe, sondern alle Schnitte wieder sorgfältig zunähen muss“, erklärte der Präparator. Zum Schluss setzte er noch die Glasaugen ein.

Aus den Knochen werde er ein sogenanntes „Knochen-ABC“ anfertigen. Hierfür müsse er die Knochen mazerieren, also von Fleisch und Gewebe befreien, auskochen und anschließend bleichen, schilderte Morass. Zu einem Skelett werde er die Knochen jedoch nicht zusammenstellen, denn dann wäre der Transport nach China viel teurer.

Präparation eines Pandas etwas Besonderes

Die Präparation eines Pandas sei schon etwas Besonderes, „denn es gibt nicht so viele“, sagte der Präparator. Es sei sicherlich eine Herausforderung, aber er habe schon an vielen Braunbären gearbeitet. „Ich bin ein alter Hase und werde auch den Panda hinkriegen“, zeigte sich Morass zuversichtlich.

apa

stol