Donnerstag, 13. Februar 2020

Totes Neugeborenes in Lana: Mordvorwurf fallen gelassen

Die Staatsanwaltschaft hat nach Abschluss ihrer Ermittlungen den Mordvorwurf gegen die junge Rumänin, die beschuldigt wurde, ihr neugeborenes Kind Mitte September in Oberlana getötet zu haben, fallen gelassen.

Der Mordvorwurf gegen die junge Mutter des toten Neugeborenen am Marlinger Waalweg wurde fallen gelassen.
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Der Mordvorwurf gegen die junge Mutter des toten Neugeborenen am Marlinger Waalweg wurde fallen gelassen. - Foto: © DLife/RM
Das tote Baby war am 16. September am Marlinger Waalweg gefunden worden.

Zunächst wurde gegen die 25-jährige Mutter aus Rumänien wegen Mordes ermittelt, nun wurde der Vorwurf jedoch zu Kindestötung aus materieller und seelischer Not abgemildert.

Allein die Umstände ihres Aufenthaltes in Südtirol waren für die Verteidiger der jungen Frau Grund für die Abmilderung: Obwohl ihre Schwangerschaft schon weit fortgeschritten war, war die Rumänin doch nach Südtirol gekommen, um als Erntehelferin etwas Geld zu verdienen. In Rumänien hat sie bereits ein Kind, das derzeit von der Großmutter betreut wird.

Auf Kindestötung aus materieller und seelischer Not stehen 4 bis 12 Jahre Haft.

Die junge Frau befindet sich derzeit auf freiem Fuß in Ferrara bei Verwandten.

rc/ansa/liz