Donnerstag, 21. Dezember 2017

Totgeglaubter Thailänder tauchte wieder bei Familie auf

Nach fast zwei Jahren Wanderarbeit ist ein totgeglaubter Thailänder zu seiner Familie zurückgekehrt - zum großen Schreck seiner Angehörigen. Diese hatten nämlich seine vermeintliche Leiche Monate zuvor einäschern lassen, sagte ein Ermittler der Polizei am Donnerstag. Der 44-jährige Sakorn Sachiwa versuche nun, von den Behörden seine Identität zurückzubekommen.

Nach dem angeblichen Tod des Mannes waren seinen Angehörigen zwar Zweifel gekommen, weil der Tote ein perfektes Gebiss hatte, wie einer der Verwandten dem örtlichen TV-Sender Thai PBS sagte. Dem Familienvater hingegen hätten die Vorderzähne gefehlt. Doch die Polizei sei sich sicher gewesen, dass es sich um Sachiwa handle, da sein Ausweis bei der Leiche gefunden worden sei, sagte Ermittler Veerayuth Srisupat weiter.

Nun müsse der Fall neu aufgerollt werden, um die wahre Identität des bereits eingeäscherten Toten festzustellen. Der Polizei zufolge war dieser an einer Blutvergiftung gestorben.

Der 44-Jährige selbst sagt, er habe seine Papiere vor einiger Zeit verloren und seitdem keinen Kontakt zu seiner Familie gehabt. „Meine Mutter sagte: 'Du bist tot. Wie kannst du zurückkehren'”, berichtete er Thai PBS. „Ich war so verwirrt.” Seine Papiere und damit seine Identität dürfte er aber wiederbekommen. Dieser Prozess dauere allerdings einige Wochen, sagte der Bezirkschef von Sisaket, Pornchai Wongngam.

apa/dpa

stol