Nach dem positiven Gutachten des Rats der Gemeinden kam gestern auch grünes Licht vom Gesetzgebungsausschuss. Für Walchers Vorlage stimmten Sepp Noggler, Franz Locher, Harald Stauder und Thomas Widmann. „Wir lassen in der Peripherie Entwicklung zu und schränken die Hotspots ein“, verweist Stauder auf die zweite Änderung in Walchers Paket, wonach es für die Zuweisung neuer Betten an touristische Kurzzeitvermieter künftig nötig ist, die Tätigkeit am Rechts- oder Wohnsitz auszuüben. <BR /><BR />Gegen die Neuerungen stimmten Madeleine Rohrer, Sandro Repetto und Jürgen Wirth Anderlan. „In unseren Augen hätte die 2021 für das Landesentwicklungskonzept erarbeitete Liste herangezogen werden sollen. Sie umfasst nur 28 Gemeinden“, so Rohrer. Die Änderungsanträge wurden jedoch alle abgelehnt. Abgestimmt wurde dann im Block über das von Walcher vorgelegte Paket.<BR /><BR />Kritik der gesamten Kommission gab es laut Präsident Noggler über die Unklarheit bei den Daten. Er selbst war gestern mit zahlreichen Statistiken zu Bienenvölkern, Ziegen und Rindern angereist. „Wir wissen genau, wie viele Rindviecher wir in Südtirol haben, aber nicht, wie viele Betten“, so Noggler. Bei Einführung der Bettenobergrenze 2022 lagen keine Daten über die bestehenden Bettenrechte vor. „Jetzt müssen wir die Hose in der Hoffnung flicken, dass sie langsam hält“, so Noggler.<BR /><BR />Bleibt zu sagen, dass die Mehrheit nicht vollzählig war. Waltraud Deeg war in Wien, an ihrer Stelle kam kein Ersatz – aus guten Gründen auch nicht Arnold Schuler, der im ersten Stock als Ersatzmann gewartet hatte, aber nicht gerufen wurde.<BR /><BR />Jetzt geht der Ball an die Landesregierung. Von Stauder kommt Unterstützung für die Forderung der Gemeinden, Bauwerber zu berücksichtigen, die ihre Rechte aufgrund von Säumigkeiten der Verwaltung nicht umsetzen konnten. „Ich setze darauf, dass jenen, die von der Bürokratie gehemmt wurden, keine Steine in den Weg gelegt werden“, so Stauder.