Was tun Bergretter, wenn Not am Mann ist? Sie helfen natürlich, wie der Fall eines Trafoier Bergretters zeigt. Er half dem Fahrer eines Ferrari, der sich in einer ganz besonderen Notlage befand.<BR /><BR /><BR />Am Dienstagabend stand ein Trafoier Bergretter bei einem wahrlich nicht alltäglichen Vorfall im Einsatz. Matthias Wallnöfer war mit seinen Kameraden von der Bergrettung gerade dabei, eine Übung im Bereich der Flying-Fox-Anlage in Trafoi durchzuführen, als es beim Parkplatz nebenan bzw. etwas unterhalb der „Schönen Aussicht“ zu einem spektakulären Vorfall kam.<BR /><BR />Der Lenker eines Ferrari hatte laut ersten Vermutungen ein medizinisches Problem und seine Luxuskarosse vermutlich aus diesem Grund auf der vorbeiführenden Staatsstraße gestoppt. Einige Bergretter befanden sich zu diesem Zeitpunkt jenseits des Trafoier Baches, 2 von ihnen jedoch noch diesseits auf dem Parkplatz in Trafoi und so bekamen sie den Vorfall hautnah mit.<h3> Zuerst gestoppt und dann unerklärlich Vollgas</h3>Der bundesdeutsche Ferrarifahrer gab dann plötzlich – vermutlich ungewollt und wegen seines medizinischen Problems – Vollgas, fuhr vorwärts und rammte dabei 3 geparkte Fahrzeuge und eine Begrenzungsmauer. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1058904_image" /></div> <b>Matthias Wallnöfer</b> (im Bild) und seine Kameraden machten sich sofort daran, dem Bundesdeutschen zu helfen. Wallnöfer versuchte, den Bewusstlosen aus dem Fahrzeug zu ziehen, was sich als schwierig herausstellte: Das Innere des Ferrari war verraucht, der Mann noch angegurtet. <BR /><BR /><BR />Was die Lage dann aber zusätzlich gefährlich machte, war der Umstand, dass sich das Fahrzeug in Bewegung setzte und mehrere Dutzend Meter rückwärts rollte.<BR /><BR /> Dabei bestand die Gefahr, dass es samt dem bewusstlosen Fahrer in den Trafoier Bach stürzen konnte. Bei dem Versuch, den Mann daher aus Sicherheitsgründen möglichst schnell aus dem Ferrari zu befreien, begab sich der 26-jährige Stilfser Matthias Wallnöfer selbst durchaus in Gefahr, denn er hätte vom Fahrzeug überrollt werden können, wie weitere Beobachter des Vorfalles erklärten. <h3> Nach Dutzenden von Metern das endgültige Stopp</h3>Die unkontrollierte Fahrt des Ferrari hatte dann ein Ende, als das Fahrzeug gegen eine kleine Mauer und einen Lichtmasten am Straßenrand prallte und zum Stillstand kam. Die Bergretter leisteten in der Folge Erste Hilfe, die Sanitäter des Weißen Kreuzes übernahmen die weitere medizinische Versorgung des Patienten.<BR /><BR /> Auch die Feuerwehr von Stilfs und die Carabinieri standen im Einsatz, wobei letztere auch den Hergang ermittelten. Der Bundesdeutsche befand sich zum Zeitpunkt des Unfalles alleine im Fahrzeug, er hatte seinen Hund bei sich. Am Fahrzeug entstand erheblicher Sachschaden.