Seine Begeisterung für die Wildnis wurde ihm zum Verhängnis: Der belgische YouTuber Storm De Beul (22) hatte sich in kürzester Zeit eine treue Fangemeinde auf der Videoplattform YouTube aufgebaut.<BR /><BR /> Mit seinen Videos, in denen er seine Outdoor- und Survival-Abenteuer dokumentierte, inspirierte er Tausende. Doch seine Leidenschaft für die raue Natur endete in einer Tragödie.<h3> Ein Leben für die Natur</h3>In seinen Aufnahmen präsentierte De Beul spektakuläre Landschaften: dichte Wälder, tosende Wildbäche, majestätische Seen und Gebirge. Dabei zeigte er sich stets authentisch, ohne viele Worte, allein mit minimaler Ausrüstung. Sein Ziel war es, das Überleben in der Wildnis, auf sich allein gestellt, zu meistern und dies mit seiner Kamera festzuhalten.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1104699_image" /></div> <h3> Der letzte Trip</h3>Seine finale Tour führte Storm De Beul Ende Oktober durch die einsamen Berge der Region Jokkmokk in Schwedisch-Lappland. Am Abend des 29. Oktober errichtete er dort sein Lager. In der Nacht überraschte ihn aber ein schwerer Schneesturm.<BR /><BR /> <div class="embed-box"><iframe width="700" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/rgK44LZHwoQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen title="Camping in the Forest - No Shelter"></iframe></div> <BR /><BR />Trotz der widrigen Bedingungen blieb er zunächst zuversichtlich. Wie die „BILD“ berichtet, schrieb er in einer Nachricht an seine Großmutter: „Es schneit stark, aber keine Sorge, ich komme durch.“ <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1104702_image" /></div> <BR /><BR />Ein später aufgenommenes Video, das er an einen Freund schickte, zeigte jedoch bereits die immer dramatischere Lage: Windböen rüttelten am Zelt, Schnee bedeckte alles. „Heute Nacht wird es noch schlimmer“, kommentierte De Beul im Video die Situation.<h3> Vergeblicher Kampf ums Überleben</h3>Im Verlauf der Nacht setzte De Beul einen Notruf ab. Doch wegen der extremen Wetterlage konnten die Rettungskräfte erst am Morgen ausrücken. Zu spät – der junge Abenteurer konnte nur noch tot geborgen werden, mehrere Kilometer von seinem Lagerplatz entfernt. <BR /><BR />Berichten zufolge hatte der 22-Jährige vermutlich versucht, sein Fahrzeug zu erreichen, das rund 14 Kilometer entfernt geparkt war.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1104705_image" /></div> <BR /><BR />Seine Mutter, Elisabeth Rademaker, schilderte später gegenüber dem Nachrichtenportal „7sur7“ die letzten Stunden ihres Sohnes: „Seine Beine waren erfroren, und er hatte sich die Nase gebrochen, vielleicht durch einen Sturz. Er muss lange gelitten haben und ist schließlich allein gestorben.“<h3> Ein Vermächtnis in Bildern</h3>Storm De Beuls Vater, Bout De Beul, hofft, dass die Erinnerungen an seinen Sohn weiterleben. Besonders die Kamera, die vermutlich noch immer im Schnee verborgen ist, bedeutet der Familie viel. <BR /><BR />„Sie enthält Aufnahmen seiner letzten Wanderung. Es wäre unschätzbar, sie zurückzubekommen“, sagt er.