Noch immer steht die Kleinstadt Gualdo Tadino unter Schock: Dort wurde die 29-jährige Elisa Stefania Feru, gebürtig aus Rumänien, aber italienische Staatsbürgerin, von ihrem Ehemann Daniele Bordicchia (38) erschossen. <BR /><BR />Bordicchia, der als Wachmann tätig war, richtete anschließend die Tatwaffe – eine Dienstpistole vom Typ Glock 17 – gegen sich selbst und nahm sich das Leben. Wann genau sich die schreckliche Tat ereignet hat, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen – wohl in der Nacht auf den heutigen Dienstag oder bereits tags zuvor.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1115217_image" /></div> <h3> Ein unauffälliges Paar</h3>Elisa Stefania Feru arbeitete als Pflegekraft im „Institut Serafico in Assisi“, wo sie sich um Kinder mit Behinderungen kümmerte, so die Nachrichtenagentur Ansa. Die junge Frau war erst seit wenigen Monaten fest angestellt und sei von Kollegen für ihre Freundlichkeit und Professionalität geschätzt worden. <BR /><BR />Daniele Bordicchia, ihr Ehemann, war als Sicherheitskraft in der Region tätig. Das Paar hatte erst im Mai 2024 geheiratet und lebte kinderlos in der kleinen Gemeinde.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1115220_image" /></div> <BR /><BR />Nachbarn beschrieben die Beziehung der beiden als unauffällig, obwohl in letzter Zeit Spannungen spürbar gewesen sein sollen. „Wir haben nie laute Auseinandersetzungen gehört“, sagte ein Nachbar zur Ansa. Dennoch deuteten erste Ermittlungen der Carabinieri auf „eheliche Konflikte“ als mögliches Motiv hin.<h3>Eltern entdecken Leichen</h3>Bordicchias Eltern trafen am heutigen Dienstagmorgen als erste am Tatort ein. Sie hatten das Haus ihres Sohnes aufgesucht, um die Hunde des Paares wie üblich spazieren zu führen, und fanden die Leichen im Wohnzimmer. Die Ermittlungen legen nahe, dass die Tat bereits in der Nacht oder am Vorabend geschah. Der genaue Zeitpunkt muss noch durch den Gerichtsmediziner geklärt werden.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1115223_image" /></div> <BR /><BR />Rettungskräfte und die Carabinieri von Gualdo Tadino trafen schnell am Tatort ein, unterstützt von Ermittlern aus Perugia und Gubbio sowie dem Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Perugia. Sie bestätigten rasch, dass es sich um einen Femizid-Suizid handelt. Hinweise auf die Beteiligung Dritter liegen nicht vor.<h3> Bestürzung und Trauer in der Gemeinde</h3>Der Bürgermeister von Gualdo Tadino, Massimiliano Presciutti, äußerte seine Betroffenheit nach dem Bekanntwerden der Bluttat: „Es ist eine Tragödie, die die gesamte Gemeinschaft trifft. 2 junge Menschen, beide berufstätig, niemand hätte ein solches Ende erwartet.“<BR /><BR />Am Arbeitsplatz von Elisa Stefania Feru zeigte man sich ebenfalls schockiert. „Sie war eine engagierte und liebevolle Mitarbeiterin. Wir sind tief bestürzt,“ sagte Francesca Di Maolo, Präsidentin des Instituts Serafico.<h3>Mehr als 90 Frauenmorde im Jahr 2024</h3>Der Fall reiht sich in die traurige Statistik von Femiziden in Italien ein. Im Jahr 2024 wurden landesweit über 90 Frauen ermordet, 77 von ihnen im familiären oder partnerschaftlichen Umfeld. 48 dieser Morde wurden von Partnern oder Ex-Partnern begangen.